Sie war eine gute Freundin, als seine zweite Ehe zerbrach. Kurz darauf hatte Karin seine achtjährige Tochter bei sich daheim, geheiratet wurde erst 13 Jahre später.
Karin Giebel ist Sozialpädagogin und seit 1998 mit dem Kabarettisten und Schauspieler Andreas Giebel verheiratet, der im Ersten den Kommissar Benedikt Beissl in „Watzmann ermittelt“ spielt. Ein Paar sind die beiden seit 1985. Sie haben zwei gemeinsame Töchter, Lisa und Sarah, und leben im Münchner Stadtteil Großhadern.
Im Juni berichtete die Bild, ihrem Mann sei der rechte Fuß amputiert worden. Andreas Giebel, 68, hat sich dazu bislang nicht öffentlich geäußert. Im Sommer stand er bereits wieder für die achte Staffel der Serie vor der Kamera.
Inhaltsverzeichnis
Wiedersehen an der Grundschule
Karin und Andreas Giebel kannten sich schon aus der Zeit, als er Zivildienst leistete, verloren sich danach aber aus den Augen. Anfang der Achtzigerjahre trafen sie sich wieder. Er hatte gerade als Hausmeister an einer Münchner Grundschule angefangen und wohnte mit seiner damaligen Frau und zwei Töchtern in einer Wohnung im Schulhaus. Karin arbeitete in einem Waisenhaus in der Nähe und brachte die Kinder von dort zu seiner Schule.
Zunächst tranken sie ab und zu einen Kaffee miteinander. „Dann stand bei mir aber die Trennung ins Haus und wir tauschten uns immer mehr über unser Leid und unsere missglückten Partnerschaften aus“, erzählte Andreas Giebel Ende 2025 der Bunte. „So ging das ein Jahr, bis wir auf die Idee kamen, wir könnten ja auch mehr als Freundschaft daraus machen.“
„Ihr strahlender Humor und dass wir uns einig sind, dass man auch bei Problemen nicht den Witz verlieren muss“, antwortete er auf die Frage, was ihm an Karin von Anfang an gefallen habe. „Wir können sehr gut miteinander reden und auch miteinander lachen.“ Fast dasselbe hatte er schon 2005 in der Sendung „Gipfeltreffen“ mit Werner Schmidbauer erzählt. Als sie sich wiedersahen, stellten die beiden fest, dass sie „gut miteinander reden und lachen können“.
„Fast wie die Mutter und doch nicht die Mutter“
Mit dem Ende seiner zweiten Ehe verlor Andreas Giebel Mitte der Achtzigerjahre auch die Arbeit und die Wohnung im Schulhaus, denn die Hausmeisterstelle wurde damals nur an Ehepaare vergeben. Er beschloss, vom Kabarett zu leben. Karin sei in dieser Zeit „als große Stütze da“ gewesen, „als Freundin, als sehr gute Freundin“, sagte er 2018 in einem Porträt des Bayerischen Rundfunks aus der Reihe „Lebenslinien“.
Seine älteste Tochter Ribanna aus erster Ehe, damals acht, lebte bei ihm, die jüngere Deborah bei ihrer Mutter. „Das war für sie sehr schwer, wenn da einer kommt mit zwei Kindern“, sagte er über Karin.
„Auf einmal hatte ich ein Mädchen bei mir daheim“, erinnerte sich Karin in dem Film. „Dann war ich fast wie die Mutter und doch nicht die Mutter. Wir mussten uns auch erst kennenlernen.“ Mit den Kindern habe es viele Gespräche und Reibereien gegeben. „Aber immer wieder war mir wichtig, dass man miteinander redet, dass sie mir erzählen können, wie’s ihnen mit mir geht und ich umgekehrt auch.“
„Mein Vater war ja ganz viel unterwegs“, sagte Ribanna in dem Film. „Und Karin und ich mussten das irgendwie miteinander machen.“
Als seine Scheidung verarbeitet war, beschlossen Andreas und Karin, „wenn’s passiert, dann freuen wir uns“. Ribanna betete damals um ein Geschwisterchen, weil Deborah nicht da war und sie sich einsam fühlte. „Tatsächlich hat Karin kurz danach gesagt: ‚Ich bin schwanger.‘“ Erst kam Lisa, dann Sarah.
Als die Kinder klein waren, legte ihr Vater abends gern den zweiten Satz von Beethovens Siebter auf und hielt sie im Wohnzimmer, bis sie schliefen. „Der dauert genau 11 Minuten 20, soweit ich weiß“, erzählte er. „Dann hab ich sie übernommen und sie waren wieder wach“, ergänzte Karin. „Manchmal.“
Wenn er von der Tournee heimkam
In diesen Jahren spielte Andreas Giebel auf Bühnen in ganz Deutschland und machte sich nach und nach einen Namen als Kabarettist. Oft war er mehrere Wochen am Stück auf Tournee, während Karin mit den Kindern zu Hause blieb.
Kam er zurück, wollte sie ihm alles erzählen. „Welche Noten die Kinder hatten, dass eine hingefallen ist, dass der angerufen hat, und solche Sachen“, sagte Karin 2018. Andreas sei „von der großen weiten Welt“ gekommen und habe sich „erst mal wieder aufs Kleine einlassen“ müssen. Manchmal habe er dann gesagt, er komme nicht vom Urlaub.
„Du bist unterwegs, kommst heim und da sind auch Probleme“, sagte Andreas Giebel. „Dann bist du vielleicht von der Kraft her nicht in der Lage, sofort umzuschalten und voll da zu sein. Dann sag ich: ‚Lass mir einen Tag. Ich bin erst heimgekommen.‘“
Mit dem Abstand von vielen Jahren sagte er der Bunte, Karin habe das „sehr gut gemacht und geschafft“, und wenn er wieder daheim gewesen sei, dann „zu 100 Prozent“.
Karin und Andreas Giebel heirateten nach 13 Jahren
Mit dem Heiraten ließ sich Andreas Giebel Zeit. „Ich hatte ja eigentlich immer so ein bisschen heiratsmüde getan“, sagte er. „Aber dann habe ich gemerkt, wegen der Kinder wäre das eigentlich gar nicht so schlecht und die haben sich auch wahnsinnig gefreut.“ Einen Antrag gab es nicht, das Paar beschloss die Hochzeit einfach.
Am 4. Juni 1998, seinem 40. Geburtstag, heirateten die beiden standesamtlich und feierten im Biergarten Waldwirtschaft. Karin trug kein Brautkleid. Sie hatte nach seinen Worten „etwas Wildes und Gefährliches an“, was genau, könne er heute nicht mehr sagen.
Den Geburtstag als Hochzeitstag wählte er mit Absicht, denn er sei „nicht der Typ“, der sich gern feiern lässt. Wer am 4. Juni vorbeikomme, solle ihm „am besten gar nicht oder wenn dann zum Hochzeitstag gratulieren“. Ihre Silberhochzeit 2023 haben sie nicht gefeiert.
Vier Töchter, zwei Enkelinnen
Andreas Giebel hat vier Töchter von drei Frauen. Ob es ihm mit einer Frau und vier Töchtern im Haus je zu viel geworden sei, fragte ihn 2018 die Zeitung Hallo München. „Komischerweise nie“, antwortete er.
| Tochter | Mutter | Gut zu wissen |
|---|---|---|
| Ribanna | Andreas Giebels erste Frau | die Älteste, wuchs ab dem Alter von acht Jahren bei Andreas und Karin auf |
| Deborah | Andreas Giebels zweite Frau | geboren 1981, lebte nach der Trennung bei ihrer Mutter |
| Lisa | Karin Giebel | erstes gemeinsames Kind |
| Sarah | Karin Giebel | die Jüngste |
Alle vier haben „einen guten Kontakt“ und wohnen in München, erzählte er Anfang 2026 der Zeitschrift „Woche der Frau“. Inzwischen ist er auch Opa von zwei Enkelinnen.
Karin Giebel in der Öffentlichkeit
Zu Terminen in München begleitete Karin ihren Mann oft, etwa zum Starkbierfest im Augustinerkeller oder im Februar 2025 zum Narrhalla Ball im Deutschen Theater. „Ich bin keiner, der sich mit Männercliquen zu Stammtischen trifft. Da kommt meine Frau Karin schon mit“, sagte er 2018.
Bei einem Brunch von Radio Gong im Frühjahr 2019 erzählte Andreas Giebel, jeder frage ihn, ob er krank sei. Ihm fehle nichts, er habe in zwei Jahren gute 20 Kilo abgenommen, weil ihm die halben Portionen reichten. „Ist schon noch genügend dran“, ergänzte Karin mit einem Augenzwinkern, wie die Abendzeitung berichtete.
Was über die Gesundheit von Andreas Giebel bekannt ist
- 2018: In der tz sprach er über eine angeborene Fehlstellung am rechten Fuß und sagte auf Rat seiner Ärzte eine geplante Tournee ab. „Jetzt bin ich in Behandlung“, erklärte er damals. Beim Gehen müsse er sich „jeden Schritt genau überlegen“.
- Februar 2025: Mit 66 wollte er „ein bisserl“ kürzertreten und mehr auf seine Gesundheit achten, wie er der Abendzeitung sagte. Im Winter, wenn „Watzmann ermittelt“ nicht gedreht wird, unternehme er viel mit seiner Frau Karin, „was sie natürlich sehr freut“.
- Juni 2026: Laut Bild kam es zu Komplikationen. Eine ungeeignete Schuheinlage habe zu einer offenen Wunde geführt, die nicht mehr verheilte, am Ende sei der rechte Fuß amputiert worden. Die ARD gibt aus Gründen der Privatsphäre grundsätzlich keine Auskünfte über den Gesundheitszustand von Personen.
- August 2026: Die ARD veröffentlichte ein erstes Foto vom Set der achten Staffel, deren Dreharbeiten am 16. Juni in Berchtesgaden begonnen hatten. Es zeigt Andreas Giebel im Rollstuhl. Kommissar Beissl wird in den neuen Folgen bei einem Einsatz angeschossen und hilft zeitweise vom Krankenbett aus bei den Ermittlungen.
„Andreas Giebel gehört in der Rolle des Kommissars ‚Benedikt Beissl‘ weiterhin zum festen Hauptcast der Serie“, teilte die ARD mit. Die neue Staffel hat zwölf Folgen, einen Sendetermin gibt es noch nicht. Im Kino ist er ab dem 24. Dezember als Richard Schwarz in Dani Levys Tragikomödie „Kochschule Schwarz“ zu sehen, die im München der Nazizeit spielt.

