Katarina Millowitsch, die älteste Tochter des Kölner Volksschauspielers Willy Millowitsch, saß am 15. Dezember 2008 zusammen mit ihren drei Geschwistern in der ARD-Sendung „Beckmann“, darunter ihre jüngste Schwester, die Fernsehschauspielerin Mariele Millowitsch. Es war der einzige bekannte Auftritt, bei dem alle vier gemeinsam über ihre Kindheit sprachen. Dort erklärte sie erstmals selbst, was aus ihrem Leben abseits der Familie geworden war: eine Promotion in Philosophie und eine jahrzehntelange Stelle als Oberstudienrätin in Köln, zwei Fakten, die in den meisten Texten über die Familie bis heute fehlen.
Inhaltsverzeichnis
Katarina Millowitsch im Überblick
| Angabe | Information |
|---|---|
| Geboren | 12. August 1947 (Medienberichten zufolge) |
| Alter | 78 Jahre (Stand Juli 2026) |
| Geburtsort | Köln |
| Eltern | Willy Millowitsch und Gerda Millowitsch, geborene Feldhoff |
| Geschwister | Peter, Susanne und Mariele Millowitsch |
| Beruf | Oberstudienrätin, promovierte Philosophin |
| Familie | Verheiratet mit Christian Eisenlohr, zwei Söhne |
Der Abend, an dem eine Kölner Theaterfamilie zum ersten Mal gemeinsam sprach
Vor dieser Sendung war über Katarina Millowitschs Leben öffentlich kaum etwas bekannt. Als Teenager war sie mehrfach in Fernsehaufzeichnungen der familieneigenen Bühnenstücke zu sehen, 1964 etwa als Lotte Knopf in „Zwangseinquartierung“, damals noch unter dem Namen Katharina Millowitsch, mit h geschrieben. Danach verschwand ihr Name über Jahre aus den Besetzungslisten der Familie.
Bei „Beckmann“ erzählte sie, dass sie ihren Nachnamen während des Studiums Ende der 1960er Jahre manchmal als Last empfand, besonders in politischen Diskussionen an der Universität. Statt öffentlich für ihren Vater einzustehen, zog sie sich lieber aus dem Streit zurück. Auf die Frage, worüber sie promoviert habe, antwortete sie:
„Wer war das noch? Kant und Schopenhauer!“
Ihre Geschwister beschrieben sie in derselben Sendung als die Intellektuelle der Familie. An ihrer Zimmertür habe, laut eigener Erzählung, ein Schild gehangen, auf dem stand, der Raum sei intellektuell verseucht. Als Älteste musste sie sich zudem einen eigenen Haustürschlüssel regelrecht erkämpfen, ihre jüngeren Schwestern bekamen ihren später ohne Diskussion.
Was ein Kölner Theaterarchiv über sie verrät
Auf der großen Bühne der Familie stand sie danach nicht mehr. Im Kölner Theaterleben der 1980er Jahre gibt es trotzdem eine wahrscheinliche Spur von ihr, an einem anderen Haus. Im Repertoire-Archiv des Theater im Bauturm ist zwischen 1987 und 1990 mehrfach eine K. Eisenlohr in den Besetzungslisten verzeichnet, unter anderem in „Gibt es Tiger am Kongo?“ und „Nachtwache“. In der Produktion „My fair Pygmädche“, Premiere im Dezember 1987, steht der Name direkt neben dem einer M. Millowitsch, mit großer Wahrscheinlichkeit ihre Schwester Mariele.
Einen offiziellen Hinweis darauf, dass K. Eisenlohr tatsächlich Katarina Millowitsch ist, gibt es in den Presseunterlagen des Theaters nicht. Der seltene Nachname, der Zeitraum und die gemeinsame Besetzung mit einer Millowitsch lassen aber kaum eine andere Erklärung zu.
Der letzte Vorhang und ein Satz über den Zusammenhalt der Familie
Am 25. März 2018 saß Katarina Eisenlohr-Millowitsch im Publikum, als das Millowitsch-Theater nach mehr als 75 Jahren seine letzte Vorstellung zeigte. Ihr Bruder Peter hatte das Ende des Theaters wenige Monate zuvor verkündet. Der Westdeutschen Zeitung sagte sie an diesem Abend über die Geschwister:
„Susanne, Mariele, Peter und ich haben immer zusammengehalten wie Pech und Schwefel.“
Von den vier Geschwistern ist sie die Einzige mit eigenen Kindern, ihre beiden Söhne heißen Peter und Philipp Eisenlohr. Nach ihren eigenen Worten gab es zu diesem Zeitpunkt bereits vier Enkelkinder in der Familie.
Katarina Millowitsch heute
Nach dem Auftritt bei „Beckmann“ und ihrem Satz zur Schließung des Millowitsch-Theaters 2018 ist von ihr öffentlich nichts mehr bekannt. Im Herbst 2025 brachte ausgerechnet das Theater im Bauturm, an dem sie in den 1980er Jahren vermutlich selbst auf der Bühne stand, gemeinsam mit der Volksbühne am Rudolfplatz das Stück „Millowitsch. Endlich wieder lachen“ heraus, eine Bühnenbiografie über ihren Vater mit Annette Frier in der Hauptrolle.
Keine der Ankündigungen oder Kritiken zur Produktion erwähnt sie. Die Verbindung zwischen ihrer eigenen Zeit an diesem Theater und dem aktuellen Stück über ihren Vater scheint bislang niemandem aufgefallen zu sein.

