Alícia Falcó ist seit dieser Woche in einer neuen Hauptrolle zu sehen. In der Netflix-Miniserie Die Karte der Sehnsüchte, die am 17. Juli 2026 anlief, spielt sie eine junge Frau, die nach dem Tod ihrer Schwester ein von dieser hinterlassenes Ritual durchläuft. Es ist bereits ihre dritte große Rolle innerhalb weniger Monate. Dabei wiederholt sich ein auffälliges Muster. Kritiker bewerten die Produktionen selbst eher zurückhaltend, Falcós Leistung darin dagegen regelmäßig positiv.
Am deutlichsten zeigte sich das im vergangenen Herbst bei Der Milliardärsbunker. Die Netflix-Serie verdrängte in Deutschland zeitweise den Welterfolg Wednesday von Platz eins der Streaming-Charts, bei Rotten Tomatoes kommt sie trotzdem nur auf 20 Prozent. Das deutsche Filmportal Film-Rezensionen.de bemängelte flache Figuren und abgedroschene Klischees, machte bei Falcós Figur Asia jedoch eine Ausnahme. Vor diesen drei Rollen war Falcó in Spanien vor allem für einen kleineren Film bekannt, und zwar Las buenas compañías aus dem Jahr 2023.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief: Alícia Falcó
| Voller Name | Alícia Falcó Martínez |
| Geboren | 14. April 2003 in Barcelona |
| Alter | 23 Jahre |
| Beruf | Schauspielerin |
| Bekannt aus | Der Milliardärsbunker, Tell Me Softly, Die Karte der Sehnsüchte |
| Ausbildung | Laura Jou, Eòlia-Schauspielschule (Barcelona) |
| Erster Auftritt | 2012, Musical La família irreal |
Vom Bühnenkind zur Gaudí-Nominierten
Falcó wurde am 14. April 2003 in Barcelona geboren. Erste Bühnenerfahrung sammelte sie mit sieben Jahren, mit acht begann eine feste Schauspielausbildung bei der Lehrerin Laura Jou und an der Eòlia-Schauspielschule. Ihr erstes professionelles Engagement folgte 2012 in einer kleinen Rolle im Musical La família irreal der Theatergruppe Dagoll Dagom. Kleinere Fernsehrollen folgten zwischen 2014 und 2021, unter anderem in El crac, Giants und der langjährigen Serie Cuéntame cómo pasó.
Mit Las buenas compañías kam 2023 die erste Hauptrolle, als Jugendliche im Spanien der 1970er-Jahre. Die Rolle brachte ihr im Februar 2024 eine Nominierung für den katalanischen Gaudí-Preis als beste Nachwuchsdarstellerin ein. Gewonnen hat an diesem Abend Clàudia Malagelada für Creatura. Bis heute ist es die einzige Nominierung in Falcós Karriere.
Drei Produktionen, ein auffälliges Muster
Die Karte der Sehnsüchte
Die sechsteilige Netflix-Miniserie basiert auf dem Bestseller von Alice Kellen. Falcó spielt Greta, deren Schwester an Leukämie stirbt und ihr zuvor eine Reihe von Aufgaben hinterlässt, die Greta durch die Trauer führen sollen. Die spanische Zeitung eldiario.es schrieb, Falcó trage über weite Strecken das eigentliche Gewicht der Handlung. Das deutsche Kritikportal Der Watchdog bewertete die Serie insgesamt als gefühlvoll, aber zu vorsichtig inszeniert, mit Dialogen, die eher nach Social-Media-Zitaten klingen als nach echten Gesprächen.
Tell Me Softly
Bei Prime Video kam am 12. Dezember 2025 der Film Tell Me Softly heraus, die Verfilmung von Mercedes Rons Bestseller Dímelo bajito. Falcó spielt die Hauptrolle Kamila Hamilton, deren geordnetes Leben durcheinandergerät, als zwei Brüder aus ihrer Vergangenheit zurückkehren. Der Film erschien in mehr als 240 Ländern und Regionen. Hello Magazine, Entertainment Focus und das Fachportal Advanced Television berichteten übereinstimmend von einem der meistdiskutierten Prime-Video-Titel des Jahres. Das Filmportal DMT Talkies lobte besonders Falcós zurückhaltendes Spiel in einem Film, der sonst stark auf große Gefühle setzt. Die Fortsetzung Tell Me in Secret wurde bereits vor der Premiere angekündigt, mit Falcó in derselben Rolle.
Der Milliardärsbunker
Der Milliardärsbunker lief am 19. September 2025 bei Netflix an, entwickelt von Álex Pina und Esther Martínez Lobato, die zuvor Haus des Geldes und Berlin geschaffen hatten. Falcó spielt Asia, deren medizinisches Wissen in einer Notlage über Leben und Tod entscheidet. Film-Rezensionen.de bemängelte, dass Asia trotz allem an ihrem Mitbewohner Max, gespielt von Pau Simón, festhält, der laut Handlung am Tod ihrer Schwester mitschuldig ist. An Falcós Spiel selbst ließ die Kritik dagegen wenig Zweifel.
In allen drei Fällen richtet sich die Kritik vor allem gegen die Geschichte selbst. Film-Rezensionen.de nahm Falcós Spiel im Milliardärsbunker ausdrücklich von seiner Kritik aus. Bei Tell Me Softly war es ihre Zurückhaltung, die DMT Talkies positiv auffiel, und eldiario.es schrieb ihr bei Die Karte der Sehnsüchte das eigentliche Gewicht der Handlung zu. Drei unterschiedliche Kritiken kommen dabei auf denselben Nenner. Falcó selbst schneidet jedes Mal besser ab als die Produktion, in der sie spielt.
Hat Alícia Falcó einen Freund?
Falcó hat sich öffentlich bislang nicht zu einer Beziehung geäußert, weder in Interviews noch in ihren sozialen Netzwerken. Auch seriöse Medien in Spanien und Deutschland haben bislang keinen Freund oder eine Partnerin bestätigt, das deutsche Portal Desired.de kam bei eigener Recherche zum selben Ergebnis. Solange Falcó selbst nichts dazu sagt, bleibt ihr Beziehungsstatus offiziell unbekannt. Für eine 23-Jährige am Anfang einer internationalen Karriere ist das keine Seltenheit.
Was als Nächstes kommt
Nach Die Karte der Sehnsüchte hat Falcó bereits mehrere weitere Projekte bestätigt. Bei Netflix entsteht die Miniserie Lobo, produziert von Vaca Films, demselben Studio, das auch Tell Me Softly produzierte, unter der Regie von Alberto Marini und Javier Rodríguez. Bei Prime Video ist sie außerdem in einer Episode der Anthologie-Serie Citas Barcelona 3 zu sehen, die laut FilmAffinity für 2027 angekündigt ist. Die bereits erwähnte Fortsetzung Tell Me in Secret befindet sich mittlerweile ebenfalls in Vorbereitung.
Eine Produktion, die bei Kritik und Publikum gleichermaßen gut ankommt, fehlt in Falcós Filmografie bislang. Citas Barcelona 3 setzt mit seinem Anthologie-Format eher die Art von Publikumserfolg fort, die Falcó bereits kennt. Wie sich Lobo einordnen lässt, ist unklar, das Genre der Serie ist bislang nicht bekannt. Ob Falcó noch einmal in einem Projekt landet, das die Kritik so überzeugt wie ihre Gaudí-nominierte Rolle im Jahr 2024, bleibt offen.
Quellen: Wikipedia | IMDb | FilmAffinity

