Berlin ist ständig in Bewegung. Trotzdem verbringen viele Menschen einen großen Teil ihres Tages sitzend – im Büro, im Homeoffice, im Auto oder vor dem Smartphone. Wer einen Ausgleich sucht, landet schnell bei klassischen Sportarten oder im Fitnessstudio. Dabei gibt es eine Form der Bewegung, die Training, Musik und soziale Begegnung miteinander verbindet: Tanzen.Gerade in einer Großstadt wie Berlin ist die Auswahl enorm. Hip-Hop, Commercial, Contemporary, High Heels, Pole Dance oder Choreography sind längst nicht mehr ausschließlich etwas für professionelle Tänzerinnen und Tänzer. Viele Kurse richten sich ausdrücklich an Menschen, die noch nie zuvor eine Tanzschule betreten haben.
Tanzen ist mehr als das Lernen von Schritten
Wer Tanzen nur mit einstudierten Schrittfolgen verbindet, unterschätzt, was während einer Tanzstunde tatsächlich passiert. Der Körper muss Bewegungen koordinieren, auf Rhythmus reagieren und gleichzeitig Positionen im Raum wahrnehmen.
Hinzu kommt die Musik. Anders als bei vielen klassischen Sportarten gibt sie Tempo, Dynamik und häufig auch die Stimmung einer Trainingseinheit vor. Dadurch entsteht eine besondere Verbindung zwischen körperlicher Aktivität und kreativem Ausdruck.
Nicht jeder Mensch möchte Kilometer auf einem Laufband zurücklegen oder Gewichte bewegen. Beim Tanzen steht dagegen häufig gar nicht das Gefühl im Vordergrund, gerade zu trainieren. Man beschäftigt sich mit einer Choreografie, hört Musik und versucht, eine Bewegung umzusetzen. Die körperliche Belastung entsteht dabei fast nebenbei.
Welcher Tanzstil passt zu wem?
Die Vorstellung von „dem einen Tanzkurs“ gehört längst der Vergangenheit an. Moderne Tanzschulen decken sehr unterschiedliche Stilrichtungen ab.
Hip-Hop arbeitet beispielsweise stark mit Groove, Rhythmus und verschiedenen Elementen der urbanen Tanzkultur. Commercial Dance orientiert sich häufig an Choreografien, wie man sie aus Musikvideos, Bühnenshows und Live-Performances kennt.
Contemporary verbindet dagegen unterschiedliche moderne Tanztechniken und arbeitet stärker mit fließenden Bewegungen und dem gesamten Raum. High Heels wiederum kombiniert tänzerische Technik, Haltung und Performance. Auch Pole Dance hat sich längst als eigenständige Mischung aus Tanz, Kraft, Koordination und Akrobatik etabliert.
Das Entscheidende ist deshalb nicht, sofort den vermeintlich perfekten Stil zu finden. Viel sinnvoller ist es, verschiedene Richtungen auszuprobieren und herauszufinden, welche Art von Bewegung sich gut anfühlt.
Wer unterschiedliche Kurse kennenlernen möchte, findet beispielsweise bei der D!’s Dance School in Berlin ein breites Spektrum von Hip-Hop und Commercial über Contemporary und High Heels bis zu Pole Dance. Die Tanzschule wurde von Detlef Soost gegründet und befindet sich heute in der Holzmarktstraße in Berlin-Mitte.
Muss man tanzen können, bevor man einen Tanzkurs besucht?
Diese Frage hält erstaunlich viele Menschen davon ab, überhaupt anzufangen.
Dabei ist die Antwort eigentlich einfach: Wer einen Anfängerkurs besucht, muss vorher nicht tanzen können. Genau dafür gibt es unterschiedliche Levels.
In einer guten Beginner-Class geht es zunächst darum, grundlegende Bewegungsmuster zu verstehen. Wie wird das Gewicht verlagert? Wie bewegt sich der Körper passend zum Beat? Wie merkt man sich eine kurze Kombination?
Niemand muss beim ersten Training eine komplette Choreografie fehlerfrei beherrschen.
Gerade am Anfang besteht ein Teil des Lernprozesses darin, dass Kopf und Körper überhaupt erst zusammenarbeiten. Eine Bewegung sieht beim Coach vielleicht selbstverständlich aus, fühlt sich beim eigenen ersten Versuch aber vollkommen ungewohnt an. Nach einigen Wiederholungen verändert sich das häufig erstaunlich schnell.
Warum die Community eine wichtige Rolle spielt
Sport wird häufig als individuelle Tätigkeit betrachtet. Man trainiert, verfolgt seine eigenen Ziele und geht anschließend wieder nach Hause.
Tanzen funktioniert oft anders.
Eine Gruppe lernt dieselbe Choreografie, hört dieselbe Musik und kämpft teilweise mit denselben schwierigen Bewegungen. Dadurch entsteht automatisch eine andere Atmosphäre als bei vielen anonymen Trainingsformen.
Das kann gerade in einer Großstadt interessant sein. Berlin bietet zwar unzählige Freizeitmöglichkeiten, gleichzeitig ist es nicht immer einfach, außerhalb von Arbeit, Studium oder bestehendem Freundeskreis neue Menschen kennenzulernen.
Regelmäßige Kurse schaffen dafür einen unkomplizierten Rahmen. Das gemeinsame Interesse ist bereits vorhanden. Gespräche entstehen vor oder nach der Class, bei Workshops oder Veranstaltungen und manchmal einfach dadurch, dass man sich jede Woche zur gleichen Uhrzeit wieder begegnet.
Auch Erwachsene können jederzeit anfangen
Ein weiterer Irrtum hält sich hartnäckig: Wer gut tanzen möchte, müsse möglichst schon als Kind angefangen haben.
Natürlich profitieren professionelle Tänzer von jahrelangem Training. Für Menschen, die Tanzen als Hobby, Sport oder kreativen Ausgleich entdecken möchten, spielt das Einstiegsalter jedoch eine wesentlich kleinere Rolle.
Man muss weder besonders beweglich noch außergewöhnlich rhythmisch sein, bevor man anfängt. Viele dieser Fähigkeiten entwickeln sich überhaupt erst durch regelmäßiges Training.
Wichtiger ist die Wahl des richtigen Levels. Ein echter Anfängerkurs nimmt den Druck heraus, mit erfahrenen Tänzern mithalten zu müssen.
Tanzen für Kinder und Jugendliche
Für Kinder und Jugendliche hat Tanz noch eine weitere Dimension. Neben der Bewegung lernen sie, sich Choreografien zu merken, gemeinsam in einer Gruppe zu arbeiten und Bewegungen bewusst einzusetzen.
Entscheidend ist dabei ein altersgerechter Unterricht. Kinderkurse sollten nicht einfach vereinfachte Versionen von Erwachsenenkursen sein. Motivation, Musikauswahl, Länge der Choreografien und Vermittlung müssen zur jeweiligen Altersgruppe passen.
Gerade Hip-Hop und andere urbane Tanzstile sind bei Kindern und Jugendlichen beliebt, weil viele Bewegungen und Songs bereits aus Social Media, Musikvideos oder anderen Bereichen der Popkultur bekannt sind.
Wie findet man die richtige Tanzschule?
Wer mit dem Tanzen beginnen möchte, sollte bei der Auswahl nicht ausschließlich auf den Namen einer Tanzschule achten.
Wichtiger sind einige praktische Fragen:
Passt der Kursplan zum eigenen Alltag? Gibt es echte Beginner-Kurse? Werden unterschiedliche Coaches und Tanzstile angeboten? Kann man Kurse zunächst ausprobieren, ohne sich langfristig festlegen zu müssen?
Auch die Atmosphäre spielt eine große Rolle. Die beste Tanzschule ist am Ende diejenige, in die man gerne regelmäßig zurückkehrt.
Deshalb lohnt es sich, zunächst unterschiedliche Classes auszuprobieren. Der erste Stil oder Coach muss nicht automatisch der richtige sein. Manchmal braucht es zwei oder drei Versuche, bis Musik, Unterrichtsstil und Gruppe zusammenpassen.
Einfach anfangen
Tanzen gehört zu den Freizeitaktivitäten, bei denen die Einstiegshürde im Kopf oft größer ist als in der Realität.
Viele beobachten zunächst andere Tänzer und denken, sie seien selbst nicht beweglich, nicht rhythmisch oder schlicht zu unerfahren. Dabei übersieht man leicht, dass auch die Person in der ersten Reihe irgendwann ihre allererste Tanzstunde hatte.
Ob Hip-Hop, Commercial, Contemporary oder Pole Dance: Entscheidend ist nicht, beim ersten Versuch besonders gut auszusehen. Entscheidend ist, sich überhaupt zu bewegen.
Vielleicht ist genau das der besondere Reiz des Tanzens: Man trainiert seinen Körper, beschäftigt gleichzeitig den Kopf, hört Musik und trifft andere Menschen. Und irgendwann stellt man fest, dass aus einer ausprobierten Tanzstunde ein neues Hobby geworden ist.

