Jelena Djokovic hat eine Stiftung aufgebaut, die mittlerweile mehr als 50 Kindergärten in Serbien gebaut und über 50.000 Kinder erreicht hat. Ihr Mann Novak Djokovic ist inzwischen 39 Jahre alt und hat seit den US Open 2023 keinen Grand Slam Titel mehr gewonnen. Seine Karriere nähert sich ihrem Ende. Was seine Frau aufgebaut hat, folgt keinem Turnierkalender.
Auf einen Blick
- Geboren: 17. Juni 1986 in Belgrad
- Verheiratet mit Novak Djokovic seit 10. Juli 2014
- Zwei Kinder: Stefan (2014) und Tara (2017)
- Globale Direktorin der Novak Djokovic Foundation seit 2007
Die meisten Artikel über sie beginnen trotzdem mit ihrem Mann und beschreiben sie zuerst als seine Ehefrau, die ihn seit der Highschool begleitet. Was sie in derselben Zeit selbst aufgebaut hat, taucht meist erst weiter unten auf, wenn überhaupt.
Inhaltsverzeichnis
Vom Sportgymnasium in Belgrad nach Mailand
Jelena Ristić, wie sie vor ihrer Heirat hieß, lernte Novak an einem Sportgymnasium in Belgrad kennen. Aus der Freundschaft wurde um 2005 eine Beziehung, in einer Zeit, in der beide kaum Geld für gemeinsame Reisen hatten. Ihre Eltern konnten ein Auslandsstudium nicht finanzieren, also sicherte sie sich ein Stipendium: Von 2005 bis 2008 studierte sie Betriebswirtschaft an der Bocconi Universität in Mailand.
Am 10. Juli 2014 heirateten die beiden in Montenegro, wenige Tage nachdem Novak seinen zweiten Wimbledon Titel gewonnen hatte. Sie war zu diesem Zeitpunkt bereits schwanger, im Oktober kam Sohn Stefan zur Welt. Tochter Tara folgte 2017.
Was aus der Stiftung wurde
2007 gründeten Novak und Jelena, beraten von UNICEF, die Novak Djokovic Foundation. Der Anlass: Mehr als die Hälfte der Kinder in Serbien besuchte damals keinen Kindergarten. Nach Angaben der Stiftung sind daraus geworden:
- Über 50 neu gebaute oder sanierte Kindergärten
- Mehr als 50.000 erreichte Kinder
- Rund 15 Millionen Euro investiertes Kapital
Im Dorf Stopanja in Zentralserbien war ursprünglich Platz für 25 Kinder geplant. Als sich herumsprach, wie gut die neue Einrichtung ausgestattet sein würde, meldeten sich am Ende 75 Familien an. Neben dem Bau von Kindergärten organisiert die Stiftung Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher sowie jährliche Elternkonferenzen, unter anderem mit dem kanadischen Bindungsforscher Gordon Neufeld. Jelena leitet all das seit der Gründung als globale Direktorin.
Auch abseits der Stiftung eigenständig
2017 filmte Jelena ein Training ihres Mannes live auf Facebook, eine kleine Geste für Fans. Die Übertragung endete abrupt, als Novak ihr vor laufender Kamera das Handy aus der Hand nahm. Der Moment ging mitten in einer schwierigen Schwangerschaft mit Tochter Tara international durch die Presse. Acht Jahre später sprach Jelena in einem Interview mit dem serbischen Sender K1, über das auch die Schweizer Zeitung Blick berichtete, offen über die Szene: Sie sei damals emotional gewesen, er in dem Moment grob. Verstecken wollte sie den Ausschnitt trotzdem nie, sie wollte nicht den Eindruck erwecken, bei ihr und Novak sei alles nur schön.
Im Januar 2026 wiederholte sich das in einem anderen Zusammenhang. Nach einem Instagram Kommentar zu einem umstrittenen Zwischenfall zwischen Naomi Osaka und Sorana Cirstea bei den Australian Open, in dem sie eine Regelentscheidung öffentlich infrage stellte, erntete sie deutliche Kritik. Gelöscht hat sie den Kommentar nicht.
Der Sommer 2026
Am 17. Juni 2026 wurde Jelena 40 Jahre alt, in einem Sommer, in dem Novaks Karriere sichtbar dem Ende entgegengeht. Ihr eigenes Projekt lief unterdessen weiter: ein Magazin namens ORGNL und ein Podcast zum Thema Elternschaft, beide unter ihrem eigenen Namen.
Am 10. Juli 2026 verlor Novak sein Wimbledon Halbfinale gegen Jannik Sinner in drei Sätzen. Ein achter Wimbledon Titel, mit dem er zu Roger Federers Rekord aufgeschlossen hätte, bleibt ihm damit vorerst verwehrt.
Die Stiftung selbst hat sich ein Ziel bis 2030 gesetzt: mehr als 90 Prozent der Kinder in Serbien sollen dann Zugang zu frühkindlicher Bildung haben.

