Anita Schlierf lebt nach Elmar Weppers Tod allein in Planegg

Im Frühjahr 2026 hat Anita Schlierf, die Witwe des Schauspielers Elmar Wepper, der „Bild“ ein Interview über ihren Verlust gegeben. „Die Zeit heilt Wunden nicht, aber sie hilft“, sagte die 69-Jährige. Ihr Mann war am 31. Oktober 2023 überraschend an einem Herzstillstand gestorben, zu Hause in Planegg im Würmtal südwestlich von München, im Alter von 79 Jahren.

Über ihr Leben vor dieser Ehe ist öffentlich wenig dokumentiert. Weder ein Beruf noch ein Geburtsdatum sind in der Berichterstattung zu finden.

Verwirrung stiftet bis heute ihr Name. Unter Pressefotos aus den Jahren bis etwa 2020 steht meist der Geburtsname Schlierf, in neueren Texten fast durchgehend Anita Wepper. Gemeint ist dieselbe Frau.



Anita Schlierf und Elmar Wepper heirateten 2004

Geheiratet haben die beiden 2004. Wepper war damals 59 Jahre alt, seine Frau rund 13 Jahre jünger. Ein Paar waren sie zu diesem Zeitpunkt bereits seit den neunziger Jahren. Nach ihrer eigenen Rechnung kamen 28 gemeinsame Jahre zusammen, knapp 20 davon als Eheleute.

Öffentlich zeigten sich beide regelmäßig, vor allem in München: bei der Jose-Carreras-Gala im Dezember 2017, beim Bayerischen Filmpreis im Prinzregententheater, beim Filserball am Nockherberg und bei einer Feier von Radio Gong im Teatro Schuhbeck. Im Oktober 2019 reisten sie zur Verleihung der „Goldenen Bild der Frau“ nach Hamburg, im Juni 2021 kamen sie zur Präsentation des Eagles-Jahresmagazins nach Pullach. Wenige Monate vor seinem Tod, im April 2023, waren sie beim selben Anlass in Moosach zu sehen.

Keine Kinder aus der Ehe mit Anita Schlierf

Gemeinsame Kinder hatte das Paar nicht. Aus einer früheren Beziehung Weppers stammt ein 1978 geborener Sohn, durch den der Schauspieler später zwei Enkel bekam. Zu dessen Beruf oder Werdegang finden sich in der Presse keine Angaben.

Im Dezember 2024 verbreiteten der „Kölner Stadt-Anzeiger“ und die „Kölnische Rundschau“ eine abweichende Darstellung. Dort hieß es, das Paar habe 1984 geheiratet und zwei Söhne namens Florian und Stephan. Beides trifft nicht zu. Die Meldung der Deutschen Presse-Agentur, auf der beide Texte beruhen und die am selben Tag auch bei anderen Zeitungen erschien, enthält diese Angaben nicht. Sie wurden erst in den Kölner Fassungen eingefügt.

Wer Elmar Wepper war

Schauspieler zu werden war ursprünglich nicht sein Plan. Wepper beschrieb sich selbst als schüchternen Jungen, studierte nach dem Abitur Theaterwissenschaft und Germanistik und kam über seinen älteren Bruder Fritz zunächst an Jobs beim Hörfunk. Etabliert hat er sich dann als Synchronsprecher, unter anderem als deutsche Stimme von Mel Gibson. Den Durchbruch im Fernsehen brachte 1974 die Serie „Der Kommissar“, in der er die Nachfolge seines Bruders antrat.

Ab Ende der siebziger Jahre wurde er einem großen Publikum an der Seite von Uschi Glas bekannt. In „Polizeiinspektion 1“ und später in „Zwei Münchner in Hamburg“ spielten die beiden ein Ehepaar und galten in den achtziger Jahren als eines der populärsten Fernsehpaare des Landes. Mit seinem Bruder drehte er ebenfalls mehrfach, etwa für die Krimiserie „Zwei Brüder“ und die Komödie „Drei unter einer Decke“.

Die größte Anerkennung kam spät. 2008 spielte er in Doris Dörries „Kirschblüten – Hanami“ den krebskranken Rudi Angermeier, der unerwartet seine Frau verliert und nach Japan reist. Dafür bekam er den Bayerischen und den Deutschen Filmpreis als bester Hauptdarsteller.

Privat blieb er bodenständig. Er pflegte mit einigem Sachverstand einen großen Garten, ging fliegenfischen und war in den Bergen unterwegs, kehrte bei riskanten Touren aber lieber um. Zu dieser Gartenleidenschaft passte 2018 die Titelrolle in „Grüner wird’s nicht, sagte der Gärtner und flog davon“. In einem Interview, aus dem die Berliner Morgenpost nach seinem Tod zitierte, sagte er über sich: „Ich habe nie den großen Träumen nachgehangen.“

Sein Tod kam für die Öffentlichkeit ohne jede Vorwarnung, wie die Abendzeitung München damals berichtete. Fünf Monate später, im März 2024, starb auch Fritz Wepper nach langer Krankheit.

Der Alltag von Anita Schlierf nach dem Verlust

Halt gibt ihr seither eine Hündin. Emma, ein Border-Collie-Mischling, war einst gemeinsam aus dem Tierschutz geholt worden. Beim täglichen Gassigehen trifft die Witwe andere Menschen, und sie läuft dabei dieselben Strecken wie früher zu zweit. Auf diesen Wegen lebe ihr Mann für sie weiter, sagte sie der „Bild“, wie der Münchner Merkur berichtete.

Aus dem gemeinsamen Haus wollte sie eigentlich ausziehen. Den Plan hat sie verworfen, weil der Garten für den Hund zu wichtig ist. Anders entschied sie bei der Kleidung ihres Mannes. Sie gab den gesamten Bestand an ein Sozialkaufhaus, wo Menschen mit wenig Geld seine Sachen kaufen können.

Das Ehrenamt ihres Mannes führt sie weiter

Kraft zieht sie außerdem aus ihrem Ehrenamt. Sie engagiert sich beim Verein Retla, der sich um alleinstehende ältere Menschen kümmert und dessen Schirmherr ihr Mann zu Lebzeiten war. Diese Aufgabe hat sie nach seinem Tod übernommen. Schon Ende 2024 hatte sie dem Magazin „Bunte“ gesagt: „Ich bin ein Mensch, der nach vorne schaut.“

Mathias Fuerst
Mathias Fuersthttps://bundestribune.de/
Mathias Fuerst ist Chefredakteur von Bundes Tribune. Er berichtet über Breaking News, Promi-Nachrichten, Technologie, Sport und alles, was in Deutschland und der Welt passiert.

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