Seit Januar 2026 arbeitet Alina Baumann in Teilzeit beim Kinderschutzbund München, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising. Davor stand sie zwanzig Jahre lang in Redaktionen, unter anderem fast sieben Jahre als Reporterin für RTL. Einem größeren Publikum bekannt wurde sie als Ehefrau des Stabhochspringers Tim Lobinger, der im Februar 2023 mit 50 Jahren starb.
Das Wichtigste in Kürze
- Alina Baumann, seit der Hochzeit 2011 Alina Lobinger, arbeitet als Journalistin und PR-Fachfrau in München.
- Sie und Tim Lobinger lernten sich 2002 kennen, heirateten 2011 und trennten sich 2016.
- Der gemeinsame Sohn Okkert kam im Oktober 2015 zur Welt.
- Tim Lobinger starb am 16. Februar 2023 in München.
- Seit Januar 2026 arbeitet sie beim Kinderschutzbund München.
Inhaltsverzeichnis
Von München Live TV zu Burda
Ihr Berufsweg lässt sich über ihr eigenes LinkedIn-Profil nachvollziehen. Im November 2005 fing sie bei München Live TV an, dem Münchner Lokalsender, als Redakteurin, Reporterin und Moderatorin. Drei Jahre später wechselte sie zur Mediengruppe RTL. Von Dezember 2008 bis August 2015 arbeitete sie dort als Reporterin für „Exclusiv – Das Starmagazin“.
Ab Oktober 2017 war sie freiberuflich für die Berliner Produktionsfirma Alpha Pool tätig. Im Januar 2020 kam die Pressearbeit für die Koch-Ebersperger-Stiftung dazu, einen Münchner Verein, der Menschen in Not unterstützt. Von September 2022 an arbeitete sie zwei Jahre als Chefin vom Dienst im Ressort People und Entertainment bei Hubert Burda Media, danach bis Ende 2025 als Senior Project Managerin bei der Agentur BWM Communications.
Die Ehe mit Tim Lobinger
Kennengelernt haben sich die beiden 2002. Tim Lobinger war der erste deutsche Stabhochspringer über sechs Meter, Hallenweltmeister von 2003 und zweifacher Vize-Europameister. Ab Herbst 2008 traten sie gemeinsam bei Münchner Veranstaltungen auf. Im August 2011 heirateten sie in Bad Wiessee am Tegernsee.
Am 28. Oktober 2015 wurde ihr Sohn Okkert geboren. Ihre Stelle bei RTL hatte Alina Lobinger zwei Monate zuvor aufgegeben, die nächste Aufgabe nahm sie erst zwei Jahre später an.
Im Februar 2016 wurden beide gemeinsam bei einem Bankett in der Allianz Arena fotografiert. Im Laufe desselben Jahres ging die Ehe auseinander. Am 3. März 2017 wurde bei Tim Lobinger ein multiples Myelom festgestellt, eine Form von Knochenmarkkrebs.
Was nach der Trennung blieb
Im April 2018 sprach Tim Lobinger mit dem „Stern“ über beides, die Trennung und die Krankheit. „Nach 15 Jahren Beziehung sind genügend Dinge passiert, die leider dazu geführt haben, dass wir bereits vor der Diagnose kein Paar mehr waren“, sagte er. Über Alina sagte er im selben Gespräch: „Es ehrt Alina sehr, dass sie trotzdem ihre ganze Kraft mobilisiert hat und für mich immer da war. Sie macht die Maloche. Die schwierige emotionale Arbeit, sie ist das Auffangbecken. Das ist Schwerstarbeit.“
Seinen Ehering trug er weiter, wie er dem Magazin sagte, als Zeichen von Dankbarkeit.
Auf die Diagnose folgten fünf Chemotherapien, eine Stammzelltransplantation und Bestrahlungen. Im Januar 2018 kehrte die Krankheit zurück. 2019 galt sie als besiegt, im März 2022 kam sie erneut.
„Wir waren alle bei ihm“
Sechs Tage nach seinem Tod sprach Alina Lobinger mit der „Bunte“. Sie war damals 42 Jahre alt.
„Ich war bis zuletzt davon überzeugt, dass doch noch ein Lobinger-Wunder passiert“, sagte sie dem Magazin. „Irgendwann hat doch jeder geglaubt, dass der Tim übermenschliche Kräfte hat.“ Bis kurz vor seinem Tod habe er als Athletiktrainer bei RB Leipzig gearbeitet und Trainingspläne geschrieben. „Bis zuletzt war er auch gut drauf. Erst als die Schmerzen unerträglich wurden, ist er ins Krankenhaus gekommen und ins künstliche Koma versetzt worden.“
Am Ende wachten acht enge Vertraute an seinem Bett, darunter der Fußballprofi Joshua Kimmich und dessen Frau Lina. Kimmich hatte Lobinger in Leipzig kennengelernt und ist Okkerts Patenonkel. „Wir waren alle bei ihm, als er seinen letzten Atemzug tat“, sagte sie. Die Geräte seien nach und nach abgestellt worden, Lobinger sei vorher gegangen: „Selbstbestimmt bis in den Tod.“
Bei der Trauerfeier am 1. März 2023 auf dem Münchner Waldfriedhof ging Kimmich Hand in Hand mit dem siebenjährigen Okkert.
Alina Baumann heute
Beim Oktoberfest 2022 und 2023 wurde Alina Lobinger gemeinsam mit Lina Kimmich fotografiert. Am 14. Mai 2024 richtete die Stiftung des Ehepaars Kimmich im Münchner Dantestadion ein Leichtathletikfest für rund 500 Schulkinder aus, zur Erinnerung an Tim Lobinger. Die Siegerehrung übernahmen Alina Lobinger und ihr Sohn, damals acht Jahre alt. Okkert wird im Oktober elf.

