Claudia Carpendale, geborene Herzfeld, war die erste Ehefrau von Howard Carpendale und ist die Mutter von Schauspieler und Moderator Wayne Carpendale. Von Howard lebt sie seit 1979 getrennt. Heute arbeitet sie als Modeunternehmerin in München. In diesem Jahr saß sie bei mehreren Konzerten von Howards Abschiedstournee im Publikum, und im September äußerte sie sich zur Trennung ihres Sohnes.
Am 7. September machten Wayne und Annemarie Carpendale auf Instagram bekannt, dass sie seit Anfang des Jahres kein Paar mehr sind. „Wir leben weiterhin unter einem Dach, sind Familie, tragen unsere Ringe und sind ein ziemlich gutes Team“, schrieben die beiden. Darunter kommentierte Waynes Mutter: „Toll, wie Ihr das macht.“ Als eine Nutzerin lobte, wie eng Claudia und Howard bis heute verbunden seien, antwortete sie, wie die „Abendzeitung“ berichtete: „Und das haben wir nie bereut.“
Claudia wurde in Hamburg geboren und lebte lange in Köln. Dort arbeitete sie als Lehrerin, und in dieser Zeit lernte sie Howard kennen. Auf ihrer Website schreibt sie, sie habe ihn beruflich unterstützt, und die Familie sei nach der Trennung „in ungewöhnlicher Weise“ bestehen geblieben.
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Kennengelernt in einer Disco am Rudolfplatz
Howard war mit „Das schöne Mädchen von Seite 1“ gerade berühmt geworden, als er Claudia Anfang der Siebzigerjahre im Bonnie’s Bluff traf, einer Disco am Kölner Rudolfplatz. In seiner Autobiografie „Unerwartet“ erzählt er, wie er sie nach dem Tanzen heimfuhr und mit nach oben wollte. Claudia stieg aus und sagte lachend: „Du kannst mich mal.“
Im Buch steht auch ein Text von Claudia selbst. Darin erinnert sie sich, dass Howard weder sauer noch beleidigt gewesen sei. Er habe nur gelacht und „Okay, tschüss“ gesagt. „Das hatte ich noch nie erlebt“, schreibt sie. Drei Wochen später sahen sich die beiden im selben Club wieder. Diesmal fragte Claudia, ob er sie nach Hause bringe. Ein paar Wochen danach zogen sie zusammen.
„Als wir uns kennenlernten, hast du wirklich schreckliche Lieder gesungen, doch mir kamst du vor wie ein Rohdiamant.“
Claudia Carpendale über Howard, in „Unerwartet“
Am 16. September 1972 heirateten Claudia Herzfeld und Howard Carpendale in einer kleinen Kapelle im Siebengebirge. Kurz zuvor war Howards Vater in England an einem Herzinfarkt gestorben. Die beiden hatten den ersten Flug nach London und ein Taxi nach Southampton genommen, waren aber zu spät gekommen. Howards Mutter habe gewollt, dass die Hochzeit trotzdem stattfinde, erzählte er 2024 der „Bild am Sonntag“.
Beruflich ging es für Howard damals bergab. Seine Platten verkauften sich kaum noch, und er dachte daran, nach Südafrika zurückzugehen. Claudia redete es ihm aus. „Mach deine eigene Musik“, riet sie ihm, so erinnert sich Howard. Er schrieb eigene Melodien, und 1974 wurde „Da nahm er seine Gitarre“ sein erster Erfolg als Komponist.
Das Ende der Ehe
Im März 1977 kam Wayne zur Welt. Nach Auftritten fuhr Howard noch in der Nacht nach Köln zurück, weil er bei Claudia und dem Kind sein wollte. Die beiden stritten sich in diesen Jahren aber immer öfter. Im Buch fragt er sich, ob sie „vielleicht zu jung“ für eine Ehe gewesen seien.
Claudia habe mehr Raum für sich gewollt, schreibt Howard. Ihren Beruf als Lehrerin hatte sie aufgegeben, um mit ihm reisen zu können, und er fragte sich, was ihr fehlte. Als er mit seinem Texter Fred Jay über ihre beiden Ehen sprach, fragte Jay: „Aber wie frei will sie sein?“ Aus dieser Frage wurde der Song „Wie frei willst du sein“.
Spätestens im Sommer 1979 lebten Claudia und Howard getrennt. Damals lernte er in Florida die Amerikanerin Donnice kennen. Mit ihr bekam er 1988 seinen zweiten Sohn Cass. Seit 2018 sind Howard und Donnice verheiratet.
Geschieden wurden Claudia und Howard erst 2005. Howard sagte 2017 der „Bild am Sonntag“, ihm sei wichtig gewesen, dass Trennung und Scheidung „sauber und ohne Schmerzen“ abliefen und Wayne so wenig wie möglich davon mitbekomme.
Warum „Hello Again“ so heißt
Auch nach der Trennung holte sich Howard Claudias Meinung. Sie hörte seine Platten und beriet ihn bei der Kleidung. „Wenn Claudia etwas kritisiert, hat sie meist recht“, schreibt er. Seinem langjährigen Manager Dieter Weidenfeld gefiel das nicht.
Anfang der Achtzigerjahre nahm sich Howard ein Jahr Auszeit. Danach spielte er Claudia seine neuen Lieder vor und fragte, welches ihr am besten gefalle. „Hello Again“, antwortete sie, ohne zu zögern. Ein Lied mit diesem Titel gab es aber nicht. Der Song hieß „Alone Again“. Claudia hatte den Refrain anders verstanden, überlegte kurz und blieb dabei: „Du warst ein Jahr weg, Hello Again passt doch viel besser.“ Kurz nach Silvester 1983 stellte Howard das Lied in der „Sportschau“ der ARD vor. Unter dem neuen Titel kam es in die Top Ten.
„Sie ist weiß Gott kein Fan, aber sie hat meinen Beruf vom ersten Tag an verfolgt“, sagte Howard im Januar 2026 im Podcast „Reflektor“. Er spiele Claudia seine Songs bis heute vor.
Als Howard krank wurde
Nach seinem Abschied von der Bühne 2003 lebte Howard in Florida. Claudia telefonierte oft und lange mit ihm und merkte, dass etwas nicht stimmte. „Howard, du hast eine Depression“, sagte sie ihm damals, wie er im Buch schreibt. Er hielt das für Quatsch.
Claudia erzählte Wayne von den Gesprächen, und beide beschlossen, dass es so nicht weitergehen könne. An Heiligabend 2006 stand Wayne bei seinem Vater in Florida vor der Tür. Anfang 2007 brachte er ihn in eine Klinik in Deutschland.
Mode unter eigenem Namen
Ihre eigene Modefirma gründete Claudia 1990. Unter dem Label „Claudia Carpendale Fashion“ brachte sie Kollektionen heraus und eröffnete einen Laden auf der Mittelstraße, der Kölner Modemeile. Den Namen Carpendale trägt sie bis heute. „Frauen faszinieren mich“, schreibt sie auf ihrer Website.
Seit etwa 2013 lebt sie in München. Dort bietet sie unter dem Namen „Your Style Code“ Stilberatung an. Der „Bild“ beschrieb sie 2017 ihre dreitägigen Workshops in einem Hotel. Es kämen vor allem Geschäftsfrauen und Frauen, deren Kinder aus dem Haus sind. „Mode hat nichts mit dem Alter zu tun“, sagte sie damals. Heute verkauft sie Kleidung über ihre Website und Instagram. In ihrem Profil steht „Looks, die ich trage“.
Claudia Carpendale heute
Howards Abschiedstournee führte ihn im März nach Köln, in die Stadt, in der er Claudia kennengelernt hatte. An dem Abend stand auch Wayne mit ihm auf der Bühne. „Es war wirklich sehr emotional“, schrieb Claudia danach auf Facebook.
Sie war auch in München und Berlin dabei und im April beim Abschluss der Arena-Tour in Hamburg. Beim Open Air im Allgäuer Altusried Ende August standen Howard und Wayne wieder zusammen auf der Bühne. Im Publikum saß Waynes Sohn Mads, der laut Claudia jeden Text kannte. Sie nannte den Abend „schon bewegend“.
Knapp zwei Wochen nach der Trennungsnachricht ihres Sohnes teilte Claudia auf Instagram ein Video vom Sonntagsbrunch, mit Howard, Wayne und Mads am Tisch. Ende Oktober fuhr sie mit Mads übers Wochenende nach Kitzbühel. Eines ihrer Fotos zeigt den Achtjährigen vor einem Mühlebrett. Dazu schrieb sie: „Schon ein kleiner Stratege … da hab ich kaum eine Chance.“
Zur Person
| Name | Claudia Carpendale, geborene Herzfeld |
| Herkunft | geboren in Hamburg, lange in Köln zu Hause |
| Alter | Mitte 70 (laut Presseberichten) |
| Beruf | früher Lehrerin, seit 1990 Modeunternehmerin, heute auch Stilberaterin |
| Ehe | mit Howard Carpendale, Hochzeit am 16. September 1972, getrennt seit 1979, geschieden 2005, keine weitere Ehe bekannt |
| Sohn | Wayne Carpendale, Schauspieler und Moderator, geboren am 23. März 1977 |
| Enkel | Mads, geboren 2018 |
| Wohnort | München, seit etwa 2013 |

