Maximilian von Schierstädt ist ein IT-Unternehmer aus Berlin, geboren 1973. Er ist seit Juli 2009 mit der Fernsehmoderatorin Barbara Schöneberger verheiratet und entstammt dem obersächsischen Uradel, einer der ältesten Adelsfamilien Obersachsens, urkundlich belegt seit dem Jahr 1263. Im Mai 2014 gründete er die familynet GmbH, die Entwicklerfirma der Familien-App Looping, und leitet das Unternehmen bis heute als Geschäftsführer. Als Mitgründer und Vorstand der Stretton Society e.V. unterstützt er außerdem seit 2021 internationale Spitzensolisten mit historischen Stradivari- und Guarneri-Instrumenten.
Über ihn selbst weiß die Öffentlichkeit wenig, obwohl er einem breiten Publikum als Barbara Schönebergers Mann seit Jahren bekannt ist. Wer etwas genauer hinschaut, findet dahinter drei sehr unterschiedliche Kapitel: Technologie, Bundespolitik und klassische Musik.
Inhaltsverzeichnis
Ein Adelsname seit dem Jahr 1263
Der Name von Schierstädt hat Gewicht, auch wenn sein Träger ihn nie öffentlich betont. Die Familie gehört zum obersächsischen Uradel, urkundlich nachweisbar seit 1263. Erster dokumentierter Vertreter war der Ritter Bertram von Schierstedt. Das Stammhaus lag bei Aschersleben. Die Besitzungen erstreckten sich über Jahrhunderte durch Obersachsen. Eine Dorothea von Schierstedt war historisch belegt die Mutter von Johann T’Serclaes von Tilly, dem Oberbefehlshaber der Katholischen Liga im Dreißigjährigen Krieg.
Barbara Schöneberger bestätigte 2018 in einem NDR-Interview, dass ihr Mann tatsächlich aus diesem Adelsgeschlecht stammt.
Von Nokia nach Potsdam: Karriere in drei Stationen
Bevor er Gründer wurde, arbeitete von Schierstädt mehrere Jahre bei Nokia in Berlin. Als Director of Global Partner Management war er für Entwicklerpartnerschaften zuständig. Sein Name erscheint in Nokia-Pressemitteilungen aus dieser Zeit, unter anderem in Ankündigungen zur Zusammenarbeit mit dem Instant-Messaging-Dienst Nimbuzz.
2014 übernahm er die Position des Geschäftsführers Deutschland bei Readly, der schwedischen Plattform für digitale Zeitschriftenabonnements. Auftrag: den deutschen Markt aufbauen. Er blieb bis 2015.
| Zeitraum | Position |
|---|---|
| Mehrere Jahre (vor 2014) | Director Global Partner Management, Nokia, Berlin |
| 2014 bis 2015 | Geschäftsführer Deutschland, Readly |
| Seit Mai 2014 | Gründer und Geschäftsführer, familynet GmbH, Potsdam |
familynet und die App Looping
Im Mai 2014 gründete er die familynet GmbH in Berlin-Charlottenburg, heute mit Sitz in Potsdam. Das Produkt: Looping, ein Organisations- und Kalendertool für Familien, Schulklassen und Vereinsgruppen. Von Schierstädt selbst nannte das Produkt „ein ‚Slack‘ für Familien“.
Zur Finanzierungs- und Wachstumsgeschichte der App:
- Erstes Investment (~2016): BFB Brandenburg Kapital GmbH (Investitionsbank des Landes Brandenburg) und Atlantic Labs investierten einen siebenstelligen Betrag
- Zweites Investment (August 2019): W&W Brandpool GmbH beteiligte sich erneut siebenstellig; Looping zählte damals rund 700.000 registrierte Nutzer
- Auszeichnungen: Telekom Top App (2016/2017), PC Welt Best Calendar App (2018), mehrfach im Apple App Store featured in Deutschland, Großbritannien, Irland und Spanien
- Stand 2026: Im Oktober 2025, November 2025 und Februar 2026 erschienen neue Versionen. Die Gesamtzahl der Downloads liegt bei knapp einer Million
Berater für Digitalpolitik
Im Jahr 2018 berief Dorothee Bär, damalige Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, von Schierstädt in ihr Beraterteam. Das Gremium hatte den Auftrag, die Digitalisierung in Deutschland auf politischer Ebene weiterzuentwickeln. Mehrere unabhängige Redaktionen berichteten darüber, darunter die Abendzeitung München.
Die Stretton Society
Dass ein IT-Unternehmer aus Berlin zu den Mitgründern einer international ausgezeichneten Kulturorganisation für klassische Musik gehört, gehört zu den am wenigsten bekannten Kapiteln seiner Karriere.
2021 gründete von Schierstädt gemeinsam mit Stephan Jansen und Johannes Freiherr von Salmuth die Stretton Society e.V. in Berlin. Die gemeinnützige Organisation arbeitet eng mit der Stretton Violins GmbH zusammen.
Mäzene aus dem Netzwerk erwerben seltene historische Streichinstrumente, darunter Violinen und Celli von Antonio Stradivari und Giuseppe Guarneri del Gesù. Diese Instrumente stellen sie ausgewählten Spitzensolistinnen und -solisten kostenlos zur Verfügung. Für die meisten professionellen Musikerinnen und Musiker sind solche Instrumente finanziell schlicht unerreichbar.
Solisten, die derzeit Stretton-Instrumente spielen:
- Vilde Frang (Violine)
- Pablo Ferrández (Cello)
- Lisa Batiashvili (Violine)
- Sergey Khachatryan, spielt die Stradivari „Kiesewetter“ (um 1724)
- Leonhard Baumgartner, spielt die Stradivari „ex Petherick“ (1683)
- Benjamin Kruithof (Cello)
Seit der Gründung hat die Organisation mehr als 30 Künstlerinnen und Künstler mit seltenen Instrumenten versorgt. Ehrenmitglied des Vorstands ist Fürst Max von und zu Liechtenstein. Das Stretton Excellence Mentorship Program (xMP) fördert außerdem Nachwuchstalente durch Stipendien und Mentoring.
Europäischer Kulturpreis 2024
Am 7. Juni 2024 erhielt die Stretton Society den Europäischen Initiativpreis bei der Kulturpreis-Gala in der Luxemburger Philharmonie. Zu den weiteren Preisträgerinnen und Preisträgern des Abends gehörten Sopranistin Fatma Said, Tenor Rolando Villazón, Dirigentin Alondra de la Parra und der frühere EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. Von Schierstädt nahm die Auszeichnung persönlich entgegen. Anschließend spielte Benjamin Kruithof auf einem Guadagnini aus dem 18. Jahrhundert mit dem Luxemburger Philharmonischen Orchester.
The Strad, das weltweit führende Fachmagazin der Streicherszene, berichtete ausführlich. In Deutschland: Schweigen.
Ehe mit Barbara Schöneberger und Familienleben
Am 17. Juli 2009 heirateten Barbara Schöneberger und von Schierstädt standesamtlich am Chiemsee in Bayern. Die kirchliche Trauung folgte am 3. Oktober 2009 in der Dorfkirche von Rambow in Brandenburg, im kleinen Kreis aus Familie und engen Freunden. Pressefotos und Medienberichte gab es keine. Das Paar ist bis heute verheiratet und lebt gemeinsam mit ihren zwei Kindern in Berlin-Charlottenburg.
Barbara nahm bei der Hochzeit rechtlich den Nachnamen ihres Mannes an. Im Personalausweis heißt sie Barbara von Schierstädt. Öffentlich tritt sie weiterhin als Schöneberger auf, auch zum Schutz ihrer Kinder. In der NDR-Sendung Käpt’ns Dinner sagte sie dazu 2018:
„Ich find’s schon gut, dass alle in einer Familie gleich heißen. Die Kinder heißen ja dann auch so.“
NDR, 2018
Das Paar hat einen Sohn, geboren 2010, und eine Tochter, geboren 2013. Namen und Gesichter beider Kinder hat das Paar nie öffentlich gemacht. Wie sich Barbara Schöneberger und von Schierstädt kennengelernt haben, haben beide nie öffentlich erzählt. Berichte dazu gibt es nicht.
Was Barbara über ihren Mann gesagt hat
In Interviews, Podcasts und ihrem eigenen Magazin hat Barbara Schöneberger gelegentlich Einblicke gegeben:
„Mein Mann ist ein behaarter deutscher Schrank.“
Podcast: Mit den Waffeln einer Frau
„Ich hätte nie jemanden heiraten können, der sagt: ‚Ich verstehe diese Musik nicht.'“
NDR, 2018
„Er ist der schlaueste Mensch, den ich kenne, und er würde mich aus jedem brennenden Haus retten.“
Magazin Barbara
Vermögen: Was bekannt ist und was nicht
Eine verifizierte Zahl zum Vermögen von Maximilian von Schierstädt existiert nicht. Als Geschäftsführer einer privaten GmbH unterliegt er keiner gesetzlichen Pflicht zur öffentlichen Offenlegung seines Einkommens. Verlässliche Schätzungen sind daher nicht möglich. Einige Websites nennen angebliche Beträge von über 50 Millionen Euro; diese Angaben stammen aus automatisch generierten Beiträgen ohne belegte Quellen.
Belegt ist: familynet hat zwei siebenstellige Investitionsrunden abgeschlossen. Daneben führt von Schierstädt die Aveo Vermögensverwaltungs UG, eine persönliche Beteiligungsgesellschaft mit Sitz in Berlin. Angaben zu Einkommen oder Gesamtvermögen hat er nie öffentlich gemacht.
Häufige Fragen zu Maximilian von Schierstädt
Wie alt ist Maximilian von Schierstädt?
Maximilian von Schierstädt wurde 1973 geboren. Im Jahr 2026 ist er damit entweder 52 oder 53 Jahre alt, je nachdem, in welchem Monat er Geburtstag hat. Sein genaues Geburtsdatum hat er nie öffentlich gemacht.
Sind Barbara Schöneberger und Maximilian von Schierstädt noch verheiratet?
Ja. Das Paar heiratete standesamtlich am 17. Juli 2009 am Chiemsee und kirchlich am 3. Oktober 2009 in Rambow, Brandenburg. Barbara Schöneberger und von Schierstädt sind bis heute verheiratet und leben gemeinsam mit ihren zwei Kindern in Berlin-Charlottenburg.
Was macht Maximilian von Schierstädt beruflich?
Von Schierstädt ist Gründer und Geschäftsführer der familynet GmbH in Potsdam, die die Familien-Kalender-App Looping entwickelt und betreibt. Daneben ist er seit 2021 Mitgründer und Vorstand der Stretton Society e.V. in Berlin. Im Jahr 2018 war er außerdem Mitglied des Beraterteams von Digitalstaatsministerin Dorothee Bär.
Was ist das Vermögen von Maximilian von Schierstädt?
Eine verifizierte Zahl gibt es nicht. Als Geschäftsführer einer privaten GmbH ist er nicht zur Offenlegung seines Einkommens verpflichtet. Beträge, die im Internet kursieren, darunter angebliche Summen von über 50 Millionen Euro, stammen aus automatisch generierten Quellen ohne belegte Grundlage und sind nicht belastbar.
Wie haben sich Barbara Schöneberger und Maximilian von Schierstädt kennengelernt?
Wie sich die beiden kennengelernt haben, ist öffentlich nicht bekannt. Barbara Schöneberger und von Schierstädt haben in Interviews und öffentlichen Auftritten nie Details darüber preisgegeben. Von Schierstädt tritt generell nicht öffentlich auf, und Barbara Schöneberger hält ihr Privatleben in dieser Hinsicht konsequent zurück.
Was ist die Stretton Society?
Die Stretton Society ist eine gemeinnützige Organisation, gegründet 2021 in Berlin von Maximilian von Schierstädt, Stephan Jansen und Johannes Freiherr von Salmuth. Sie verleiht seltene historische Streichinstrumente, darunter Violinen von Antonio Stradivari und Guarneri del Gesù, kostenlos an internationale Spitzensolisten. Im Juni 2024 erhielt die Organisation den Europäischen Initiativpreis bei der Kulturpreis-Gala in Luxemburg.
Im Mai 2025 gab die Stretton Society bekannt, eine neue Geschäftsführerin ernannt zu haben. Von Schierstädt wird in der offiziellen Mitteilung als Mitgründer und Vorstand namentlich erwähnt. Keine der großen deutschen Redaktionen berichtete darüber.

