Simone Felischak, Rudi Carrells Witwe, schweigt bis heute

Simone Felischak war die dritte und letzte Ehefrau von Rudi Carrell, fünf Jahre verheiratet, bis er im Juli 2006 starb. An seinem Grab auf dem Friedhof Heiligenfelde bei Syke stand sie zusammen mit seinen Kindern und Enkelkindern, wie die Deutsche Presse-Agentur zur Beisetzung berichtete. Begraben liegt Carrell dort allerdings neben Anke Bobbert, seiner zweiten Frau. Ihre Urne wurde eigens für diesen Tag umgebettet, so hatte er es selbst verfügt.

Sie hatte ihn durch die Chemotherapie begleitet. „Simone ist meine größte Stütze“, sagte Carrell einmal öffentlich über sie.



Kennengelernt auf dem Golfplatz in Bad Griesbach

Simone stammt aus Magdeburg, gelernte Köchin. Anfang der Neunzigerjahre arbeitete sie im Parkhotel Bad Griesbach im bayerischen Rottal, einem Golfresort mit prominenter Kundschaft. 1995 war Rudi Carrell, der niederländisch-deutsche Showmaster hinter Sendungen wie „Am laufenden Band“ und „7 Tage, 7 Köpfe“, einer der Gäste dort. Er fragte, ob sie mit ihm golfen wolle. Sie sagte zu, nach eigener Aussage etwas nervös.

Carrell kam danach regelmäßig zurück nach Bad Griesbach. Was in den Jahren danach zwischen ihnen war, ist öffentlich nicht dokumentiert.

Die Verlobung, die nicht einmal ein halbes Jahr hielt

Carrell lebte damals noch mit seiner zweiten Frau Anke Bobbert zusammen, schwer erkrankt an Rheuma. Parallel dazu führte er seit 1985 eine Beziehung mit der Drehbuchautorin Susanne Hoffmann, die er erst 1997 öffentlich einräumte. „Ich war ein Womanizer“, schrieb Carrell später in seiner Biografie „Ein Leben für die Show“, zitiert von der Bild-Zeitung.

Als Anke Bobbert im Februar 2000 starb, hielt Carrell zunächst um Susanne Hoffmanns Hand an. Die Verlobung hielt nicht einmal ein halbes Jahr. Erst danach näherte er sich Simone Felischak an, die er zu diesem Zeitpunkt schon fünf Jahre kannte. Am 7. Februar 2001 heirateten sie in Australien, keine zwölf Monate nach Ankes Tod. Er war 66, sie 30. Der Altersunterschied betrug 36 Jahre.

Die Jahre auf dem Gutshof in Wachendorf

Nach der Hochzeit lebte das Paar auf einem Gutshof in Wachendorf bei Syke, südlich von Bremen. Golf blieb ihr gemeinsames Hobby, in der Öffentlichkeit zeigten sie sich dagegen kaum. Belegt ist ein Auftritt bei der Unesco-Benefizgala im November 2001 in Neuss. Carrell sagte einmal über sie: „Es war, als ob sie schon immer hier gewesen wäre.“

Anfang 2005 wurde bei ihm Lungenkrebs festgestellt. Die Chemotherapie begann sofort. Öffentlich bestätigte er die Diagnose im November desselben Jahres gegenüber der Zeitschrift Bunte. Sein letzter öffentlicher Auftritt war die Verleihung der Goldenen Kamera im Februar 2006, sichtlich gezeichnet von der Krankheit. In seinem letzten großen Interview, kurz vor seinem Tod, sagte er dem SZ-Magazin, die Diagnose habe ihn kaum überrascht. Er habe über Jahre kaum gegessen, wenn eine Show anstand, und mindestens sechzig Zigaretten am Tag geraucht. Am 7. Juli 2006 starb Rudi Carrell in Bremen, im Alter von 71 Jahren.

Zwanzig Jahre Schweigen

Fünf Jahre war Simone Felischak mit Carrell verheiratet. In den zwanzig Jahren seit seinem Tod hat sie kein einziges Mal öffentlich über ihn gesprochen. Sie war bis Februar 2008 Liquidatorin der Rudi Carrell GmbH in Buxtehude, bevor laut Handelsregister Carrells Tochter Annemieke Kesselaar-Klar diese Aufgabe übernahm.

Das Magazin OK! bezifferte ihr Alter im März 2024 mit 53 Jahren, inzwischen dürfte sie also Mitte fünfzig sein. Ob es nach Carrell eine neue Beziehung gab, ist nicht bekannt. Laut dem Magazin Frau mit Herz schloss sie das damals zumindest nicht aus. Wo sie heute lebt, ist öffentlich nirgends dokumentiert.

Annemieke Kesselaar über ihre Stiefmutter

Am 8. Juli 2026 sprach Annemieke Kesselaar, Carrells 67 Jahre alte Tochter aus erster Ehe, mit der Zeitschrift Bunte über die Frauen ihres Vaters. Anke Bobbert mochte sie. Über Simone Felischak sagte sie etwas anderes: „Sie war nicht meine Type und ich hatte keinen Draht zu ihr.“ Den ohnehin dünnen Kontakt zu ihrer Stiefmutter habe sie seit dem Tod ihres Vaters komplett verloren. Warum ihr Vater sie geheiratet habe, habe sie nie ganz verstanden.

Simone Felischak selbst hat dazu nichts gesagt.


Quellen:

Mathias Fuerst
Mathias Fuersthttps://bundestribune.de/
Mathias Fuerst ist Chefredakteur von Bundes Tribune. Er berichtet über Breaking News, Promi-Nachrichten, Technologie, Sport und alles, was in Deutschland und der Welt passiert.

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