Vom Bergahornholz zum handbemalten Meisterstück: Akantus Krippen zeigt die Reise einer Krippenfigur

Das Familienunternehmen Akantus Krippen gibt Einblick in die traditionelle Handwerkskunst hinter seinen Krippenfigur aus Holz. Vom ausgewählten Bergahornholz bis zur fertigen, handbemalten Figur durchläuft jedes Stück einen mehrwöchigen Fertigungsprozess, der auf Handarbeit statt industrieller Serienproduktion setzt.

Während viele Anbieter in den vergangenen Jahren auf maschinelle Fertigung umgestiegen sind, hält Akantus Krippen konsequent an manueller Schnitzerei und Bemalung fest. Nach Angaben des Unternehmens ist genau dieser Schritt entscheidend dafür, dass jede Figur einen eigenen Charakter erhält und sich spürbar von industriell gefertigter Massenware unterscheidet.

Handwerk statt Massenware

Der Herstellungsprozess beginnt mit sorgfältig ausgewählten, astfreien Stämmen aus Bergahorn, die über Monate, teils Jahre abgelagert werden, bevor die eigentliche Schnitzarbeit beginnt. Diese lange Trocknungszeit verhindert, dass das Holz später reißt oder sich verzieht, und bildet damit die Grundlage für eine lange Haltbarkeit der fertigen Figur.

Erfahrene Schnitzer arbeiten die Figuren anschließend Schritt für Schritt von Hand aus – von der Grundform bis zu feinsten Details wie Gesichtszügen, Händen und Faltenwurf. Unterschiedliche Hohleisen kommen dabei je nach gewünschtem Effekt zum Einsatz, etwa für weiche Stoffwellen oder klare Gesichtskonturen.

Erst danach folgt die Bemalung in mehreren dünnen Schichten, angelehnt an traditionelle Farbgebung aus Südtirol, wo diese Technik über Generationen weitergegeben wurde. Diese Methode lässt die natürliche Maserung des Holzes durchscheinen und verleiht jeder Figur eine warme, lebendige Optik, die sich von lackierten oder gegossenen Alternativen deutlich abhebt.

Der gesamte Fertigungsprozess einer Krippenfigur umfasst folgende zentrale Schritte:

  • Holzauswahl: astfreie, gut abgelagerte Stämme aus Bergahorn
  • Trocknung: mehrmonatige bis mehrjährige Lagerung gegen späteres Reißen
  • Grobschnitt: Herausarbeiten der grundlegenden Figurenform
  • Feinschnitzerei: manuelle Ausarbeitung von Gesicht, Händen und Gewand
  • Grundierung: Vorbereitung der Oberfläche für gleichmäßige Farbaufnahme
  • Mehrschichtige Bemalung: traditionelle Farbgebung nach Südtiroler Vorbild
  • Endkontrolle: einzelne Prüfung jeder Figur vor dem Versand

Individualität als Qualitätsmerkmal

Ein zentraler Aspekt der Handarbeit bei Akantus Krippen ist die bewusste Akzeptanz kleiner Abweichungen zwischen einzelnen Figuren desselben Modells. Anders als bei maschinell gefertigten Produkten, bei denen jedes Exemplar identisch ausfällt, entstehen bei handgeschnitzten Figuren natürliche Unterschiede in Ausdruck und Ausarbeitung.

„Jede Figur, die unsere Werkstatt verlässt, trägt die Handschrift des Menschen, der sie geschnitzt hat“, sagt Meinrad Kopp, Inhaber von Akantus Krippen. „Genau diese kleinen Unterschiede zwischen den Figuren sind für uns kein Makel, sondern der Beweis echter Handarbeit. Wer eine Akantus-Figur kauft, bekommt kein Massenprodukt, sondern ein Unikat.“

Diese Philosophie zieht sich nach Unternehmensangaben durch das gesamte Sortiment, von klassischen Südtiroler Krippenfiguren bis zu modernen Interpretationen der Weihnachtskrippe.

Qualität mit langfristigem Anspruch

Nach Unternehmensangaben zahlt sich der höhere Zeitaufwand langfristig aus: Handgeschnitzte und handbemalte Krippenfiguren aus Holz zeigen bei richtiger Pflege über Jahrzehnte kaum Alterungserscheinungen, während industriell gefertigte Alternativen deutlich schneller an Ausdruckskraft verlieren.

Entscheidend für die Langlebigkeit ist dabei auch die richtige Pflege im Alltag. Akantus Krippen empfiehlt dazu Folgendes:

  • Figuren vor direkter Sonneneinstrahlung schützen, um Ausbleichen zu vermeiden
  • Starke Schwankungen der Luftfeuchtigkeit vermeiden
  • Staub ausschließlich mit einem weichen, trockenen Pinsel entfernen
  • Feuchte Reinigung möglichst vermeiden, da sie die Bemalung angreifen kann

Akantus Krippen sieht seine Produkte daher nicht nur als Dekoration, sondern als Gegenstände, die über Generationen weitergegeben werden können. Diese Haltung spiegelt sich auch in der über 60-jährigen Unternehmensgeschichte der Familie Kopp wider, die das Geschäft seit seiner Gründung führt.

Südtiroler Wurzeln der Handwerkstradition

Ein wesentlicher Teil der Fertigungsphilosophie von Akantus Krippen geht auf die Schnitzkunst Südtirols zurück, einer Region mit langer Tradition in der Herstellung von Krippenfiguren aus Holz. Techniken wie das mehrschichtige Bemalen oder die charakteristische Farbgebung in warmen Rot-, Gold- und Erdtönen stammen aus dieser Handwerksregion und werden bis heute weitergegeben.

Nach Unternehmensangaben legt Akantus Krippen großen Wert darauf, diese Herkunft transparent zu kommunizieren, da viele Kunden gezielt nach Krippenfiguren mit nachvollziehbarer Handwerksgeschichte suchen. Gerade im Vergleich zu importierten Kunststofffiguren gewinnt die Frage nach Herkunft und Fertigungsweise bei Verbrauchern zunehmend an Bedeutung.

Aus Sicht des Unternehmens sprechen dabei vor allem folgende Punkte für Krippenfiguren mit regionaler Handwerksgeschichte:

  • Nachvollziehbare Herkunft von Holz und Verarbeitung
  • Persönlicher Bezug zur Handwerksregion Südtirol
  • Höhere Wertbeständigkeit im Vergleich zu Massenware
  • Transparente Kommunikation des Herstellungsprozesses gegenüber Kunden

Die Kombination aus regionalem Handwerk und modernem Onlinehandel macht Akantus Krippen nach eigener Einschätzung zu einem der wenigen Anbieter, die traditionelle Schnitzkunst einem bundesweiten Publikum zugänglich machen, ohne dabei auf industrielle Fertigung umzusteigen.

Ausblick

Mit dem Einblick in den Fertigungsprozess möchte Akantus Krippen nach eigenen Angaben das Bewusstsein für den Wert traditioneller Handwerkskunst stärken – gerade in einer Zeit, in der viele Weihnachtsprodukte zunehmend industriell und im Ausland gefertigt werden. Das Unternehmen plant, den Herstellungsprozess künftig auch über digitale Kanäle stärker sichtbar zu machen, unter anderem über den unternehmenseigenen Krippen-Konfigurator sowie über Beiträge im firmeneigenen Blog.

Darüber hinaus sollen Kunden künftig stärker in den Entstehungsprozess eingebunden werden, etwa durch Werkstattbesuche oder digitale Einblicke in die Arbeit der Schnitzer und Maler. Akantus Krippen sieht darin eine Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und die Wertschätzung für handwerklich gefertigte Krippenfiguren aus Holz langfristig zu erhalten.

Über Akantus Krippen

Akantus Krippen ist ein seit über 60 Jahren familiengeführtes Unternehmen mit Sitz in Emerkingen, spezialisiert auf handgeschnitzte und handbemalte Weihnachtskrippen, Krippenfiguren und Holzfiguren aus Südtiroler Handwerkstradition. Neben dem Onlineshop bietet Akantus Krippen persönliche Beratung, einen digitalen Krippen-Konfigurator sowie einen eigenen Reparaturservice für Krippenfiguren an.

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