Basketball-WM der Frauen 2026 in Berlin: 16 Teams kämpften im September um den Titel

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft hat bei der Basketball-WM 2026 in Berlin das beste Ergebnis ihrer WM-Geschichte erreicht. Erstmals zog Deutschland bei einer Weltmeisterschaft ins Halbfinale ein. Dort unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Olaf Lange Frankreich mit 64:86. Auch das Spiel um Platz drei gegen Spanien ging verloren: Die Spanierinnen setzten sich mit 81:58 durch. Deutschland beendete die Heim-WM damit auf dem vierten Platz. Den Titel holten die USA mit einem 97:79 im Finale gegen Frankreich. Für die Amerikanerinnen war es die fünfte Weltmeisterschaft in Folge und der zwölfte WM-Triumph insgesamt 

WM in Berlin

Vom 4. bis 13. September wurde in Berlin die Basketball-WM der Frauen ausgetragen. Erstmals umfasste das Turnier 16 Mannschaften statt wie bei der vorherigen Ausgabe zwölf. Die Teams wurden auf vier Gruppen mit jeweils vier Mannschaften verteilt. Die Gruppensieger zogen direkt ins Viertelfinale ein, während die Zweit- und Drittplatzierten zunächst in einer zusätzlichen K.-o.-Runde um den Einzug unter die letzten acht spielten. Insgesamt standen 36 Partien auf dem Programm. Deutschland war als Gastgeber automatisch qualifiziert und traf in Gruppe A auf Spanien, Japan und Mali.

Vor dem Turnier gehörte Deutschland nicht zum engsten Kreis der Titelanwärter. Auch die Voreinschätzungen im Sportwettenmarkt ordneten die USA deutlich vor Deutschland ein. Mehrere weitere Mannschaften wurden vor Turnierbeginn ebenfalls höher eingeschätzt. Bei Anbietern von Online Sportwetten wie Tipico spiegeln die vor dem Turnier veröffentlichten Quoten die jeweilige Einschätzung der Titelchancen wider. Dabei fließen verschiedene sportliche Faktoren und verfügbare Informationen in die Quotenberechnung ein. Der spätere Halbfinaleinzug der deutschen Auswahl ging damit über die ursprünglichen Erwartungen hinaus.

Fehlstart gegen Spanien

Der Auftakt gegen Spanien fiel für die Gastgeberinnen deutlich aus. Deutschland unterlag mit 53:83 und lag bereits nach dem ersten Viertel mit 14:25 zurück. Awa Fam war mit 25 Punkten beste Werferin der Partie, Marie Gülich erzielte für Deutschland elf Punkte. Vor 12.550 Zuschauern erwischte die deutsche Mannschaft damit einen schwierigen Start in die Heim-WM.

Die Niederlage kam gegen eine spanische Auswahl, die später erneut auf Deutschland treffen sollte. Für die Gastgeberinnen folgte deshalb bereits im zweiten Gruppenspiel die Gelegenheit zur Reaktion: Gegen Japan gewann Deutschland mit 74:58. Frieda Bühner führte die deutsche Offensive mit 22 Punkten an. Vor 8.367 Zuschauern gelang damit der erste deutsche WM-Sieg seit 1998.

Deutschland findet ins Turnier

Deutschland setzte die Aufholbewegung gegen Mali fort. Die Gastgeberinnen gewannen mit 83:58, Frieda Bühner steuerte 19 Punkte bei. Am letzten Spieltag der Gruppe A verlor Spanien überraschend mit 73:82 gegen Mali. Deutschland schloss die Vorrunde dadurch auf dem zweiten Platz hinter Spanien ab.

Als Gruppenzweiter musste die deutsche Mannschaft in der Qualifikationsrunde für das Viertelfinale antreten. Dort traf sie auf Südkorea und setzte sich deutlich mit 94:56 durch. Marie Gülich war mit 24 Punkten erfolgreichste deutsche Spielerin. Deutschland erreichte damit das Viertelfinale und hatte nach der Auftaktniederlage gegen Spanien drei Siege in Folge eingefahren.

Historischer Sieg gegen Belgien

Im Viertelfinale wartete mit Belgien der amtierende Europameister. Deutschland übernahm früh die Führung und setzte sich schließlich mit 93:74 durch. Nyara Sabally erzielte 16 Punkte und holte zwölf Rebounds, Leonie Fiebich kam auf 17 Punkte und zehn Rebounds. Emma Meesseman war trotz der Niederlage mit 29 Punkten die erfolgreichste Werferin der Partie.

10.537 Zuschauer sahen in der Berliner Arena den ersten deutschen Halbfinaleinzug bei einer Frauen-Weltmeisterschaft. Für die Auswahl von Olaf Lange war damit bereits die beste WM-Platzierung der Geschichte erreicht. Nach der Auftaktniederlage gegen Spanien hatte Deutschland vier Spiele nacheinander gewonnen: gegen Japan, Mali, Südkorea und Belgien.

Frankreich stoppt den Finaltraum

Im Halbfinale traf Deutschland auf Frankreich. Die Gastgeberinnen hielten die Partie zunächst eng, mussten sich am Ende aber mit 64:86 geschlagen geben. Frankreich setzte sich damit erstmals in seiner Geschichte in einem WM-Halbfinale durch und erreichte zum ersten Mal das Endspiel. Gabby Williams führte die Französinnen mit 22 Punkten, fünf Rebounds, fünf Assists und vier Steals an. Janelle Salaün kam auf 14 Punkte und elf Rebounds, Marie Gülich verbuchte für Deutschland zwölf Punkte und zehn Rebounds.

12.650 Zuschauer sahen die Partie in der Berliner Arena. Für Frankreich bedeutete der Sieg zugleich die erste WM-Medaille seit 1953. Damals hatte die französische Auswahl bei der ersten Frauen-Weltmeisterschaft Bronze gewonnen.

Bronze verpasst, vierter Platz bleibt

Im Spiel um Platz drei traf Deutschland erneut auf Spanien. Damit standen sich beide Mannschaften zum zweiten Mal bei dieser WM gegenüber. Spanien setzte sich erneut durch: Iyana Martín führte die Spanierinnen mit 22 Punkten zum 81:58. Deutschland blieb damit ohne Medaille und beendete die Heim-WM auf dem vierten Platz.

Für die deutsche Auswahl war dies dennoch die beste Platzierung bei einer Weltmeisterschaft. Mit dem Sieg gegen Belgien hatte Deutschland zuvor erstmals das Halbfinale einer Frauen-Weltmeisterschaft erreicht. Nach der Auftaktniederlage gegen Spanien hatte die Mannschaft vier Partien nacheinander gewonnen.

USA bleiben Weltmeister

Im Finale traf Frankreich auf die USA. Die Französinnen erwischten den besseren Start und führten zwischenzeitlich mit 14 Punkten. Die USA verkürzten den Rückstand noch vor der Halbzeit und entschieden die Partie nach der Pause endgültig für sich. Am Ende gewannen die Amerikanerinnen mit 97:79.

Breanna Stewart war mit 22 Punkten beste Werferin der USA. Für Frankreich war der Finaleinzug trotz der Niederlage die beste WM-Platzierung der Verbandsgeschichte. Die USA verteidigten dagegen ihren Titel und gewannen die Weltmeisterschaft zum fünften Mal in Folge und zum zwölften Mal insgesamt.

Mehr Aufmerksamkeit für Frauen-Basketball

Die Heim-WM stieß in Berlin auf großes Zuschauerinteresse. Bereits die Gruppenspiele der deutschen Mannschaft wurden vor mehreren tausend Zuschauern ausgetragen: Gegen Spanien kamen 12.550 Zuschauer, gegen Japan 8.367 und gegen Mali erneut 12.550. Das Viertelfinale gegen Belgien verfolgten 10.537 Menschen, im Halbfinale gegen Frankreich waren es 12.650.

Nach Angaben des Weltverbands FIBA kamen während des gesamten Turniers 236.015 Zuschauer zu den Spielen in Berlin. Damit stellte die WM einen neuen Zuschauerrekord für eine Frauen-Weltmeisterschaft auf. Für Deutschland endete das Turnier zwar ohne Medaille, aber mit dem besten WM-Ergebnis der eigenen Geschichte: Platz vier und der erstmalige Einzug ins Halbfinale.

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