Beatrix Scherff: PRplex-Inhaberin und Fahri Yardıms Partnerin

Beatrix Scherff ist Presseagentin und Inhaberin der Berliner Agentur PRplex. Ihr Beruf besteht darin, zu entscheiden, welche Informationen über ihre Klienten in die Öffentlichkeit gelangen. Was über sie selbst geschrieben wird, liegt nicht in ihrer Hand.

Bei der Deutschen Filmpreisverleihung 2017 steht ihr Partner Fahri Yardım vor einem T-Online-Mikrofon und sagt: „Meine zwei Liebsten warten zu Hause. Ich habe ein vier Wochen altes Baby. Es ist unbeschreiblich.“ Keinen Namen nennt er, weder den der Tochter noch den der Mutter. Scherff ist an diesem Abend nicht dabei und tritt vor keine Kamera. Sie überlässt ihm das Mikrofon, wie es ihr Beruf täglich verlangt.



Wer ist Beatrix Scherff?

Scherff gründete PRplex im Januar 2014. Belegt ist das durch das Impressum der Agentur, ein Pflichtdokument nach deutschem Recht, das sie als Inhaberin ausweist.

PRplex ist eine Berliner Presseagentur. Auf der Klientenseite der Website steht ein einziger Name: Fahri Yardım. Ihre Arbeit dort umfasst:

  • Pressearbeit und Medienkommunikation
  • Koordination öffentlicher Auftritte
  • Abstimmung von Interviews und Medienanfragen

Bevor sie PRplex gründete, arbeitete Scherff in der deutschen Entertainmentbranche. Zu ihren früheren Stationen gehören MME Me, Myself & Eye Entertainment, ein bekanntes Hamburger Unterhaltungsunternehmen, sowie die Berliner Presseagentur Wasted Management.


Fahri Yardım: Wer er ist

Das öffentliche Interesse an Scherff hängt unmittelbar mit Fahri Yardıms Bekanntheit zusammen. Fahri Ogün Yardım wurde 1980 in Hamburg geboren und absolvierte seine Schauspielausbildung am Hamburger Bühnenstudio. Heute gehört er zu den gefragtesten Schauspielern im deutschen Film- und Fernsehgeschäft.

Bekannte Arbeiten im Überblick:

  • Tatort Hamburg als Kommissar Yalcin Gümer, an der Seite von Til Schweiger
  • Jerks. (2017 bis 2022), die Comedy-Serie mit Christian Ulmen
  • Dogs of Berlin (2018), Netflix-Serie
  • Curveball (2020) als Produzent; das Team gewann 2021 den Deutschen Filmpreis in Bronze für den besten Spielfilm
  • Delicious (2025), Netflix-Film mit Weltpremiere auf der Berlinale 2025
  • Extrawurst (2026)

Als Synchronsprecher leiht er Rocket Raccoon in allen Marvel-Produktionen seit Guardians of the Galaxy (2014) die deutsche Stimme.


Seit 2016 öffentlich, aber selten zu sehen

Das Paar lebt in Hamburg und ist nicht verheiratet. Ihr erstes gemeinsames öffentliches Auftreten war 2016 bei der Premiere des Films Tschiller: Off Duty.

In fast zehn Jahren sind zwei gemeinsame Auftritte dokumentiert.

Den zweiten gab es am 3. Mai 2024 beim 74. Deutschen Filmpreis im Theater am Potsdamer Platz in Berlin. Fotografen von Getty Images und Alamy hielten das Paar auf dem roten Teppich fest. Scherff gab kein Interview und trat vor kein Mikrofon.


2017: Tochter, Elternzeit, ein Jahr Pause

Im Jahr 2017 wurde ihre Tochter geboren. Fahri Yardım hatte die Schwangerschaft zu Beginn des Jahres öffentlich gemacht und der Bild-Zeitung gesagt: „Dass ich Vater werde, ist mein größter Traum. Ich mache jetzt bis Ende des Jahres eine kleine Arbeitspause, ich will Zeit für mein Kind haben.“

Er hielt sich daran, nahm sich ein volles Jahr Elternzeit und sagte Rollen ab. Der Zeitschrift Freundin sagte er: „Die Überforderung des Anfangs ist überwunden, inzwischen bin ich heillos verschossen“ und beschrieb Vaterschaft als „einen erstklassigen Ego-Rasierer.“

Den Namen der Tochter haben beide bis heute nicht öffentlich gemacht.


Kein Social Media, keine Interviews

Scherff hat kein Instagram-Profil, kein X-Konto. Sie hat keine Interviews gegeben und keine öffentlichen Statements abgegeben. Die Fotos von ihr stammen von professionellen Bildagenturen, aufgenommen bei öffentlichen Auftritten an der Seite von Fahri Yardım.


Öffentlichkeit ohne Einladung

Scherff verwaltet beruflich, was über Fahri Yardım öffentlich wird. Was über sie selbst erscheint, folgt anderen Regeln.

Keiner der Artikel über sie wurde von ihr autorisiert. Die Fotos in den Bilddatenbanken entstanden ohne ihre Beteiligung. Das Interesse an ihr kam, weil jemand anderes bekannt ist und ihr Name in seiner Nähe auftaucht.

Eine Presseagentin, die für andere den Informationsfluss zur Öffentlichkeit steuert, hat über ihre eigene Darstellung keine Kontrolle. Dieser Widerspruch gehört zu ihrer Berufsrealität und lässt sich nicht auflösen.

Mathias Fuerst
Mathias Fuersthttps://bundestribune.de/
Mathias Fuerst ist Chefredakteur von Bundes Tribune. Er berichtet über Breaking News, Promi-Nachrichten, Technologie, Sport und alles, was in Deutschland und der Welt passiert.

Weitere Artikel

Kommentare

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein!
Bitte geben Sie hier Ihren Namen ein

Meistgelesen