Barron Trump hat sich seit dem WM-Finale im Juli nicht mehr öffentlich gezeigt. Im August strahlte das iranische Staatsfernsehen ein Drohvideo gegen den 20-jährigen Sohn von Donald und Melania Trump aus. Laut New York Post geht er kaum noch raus. Ein Yerba-Mate-Start-up aus Palm Beach, bei dem er als Direktor eingetragen ist, baut sein Geschäft derweil aus.
Inhaltsverzeichnis
Steckbrief: Barron Trump
- Geboren am 20. März 2006 in New York
- Jüngstes von fünf Kindern Donald Trumps, einziges gemeinsames Kind mit Melania Trump
- Staatsbürger der USA und Sloweniens, spricht mit seiner Mutter oft Slowenisch (The Times)
- Student der Stern School of Business an der New York University, zweites Studienjahr abgeschlossen (New York Post)
- Vermögen rund 150 Millionen US-Dollar (Forbes, Stand September 2025), vor allem aus der Kryptofirma World Liberty Financial, die er mit seinem Vater und seinen Brüdern mitgegründet hat
- Größe über zwei Meter, sein Vater nannte 2024 „6 foot 9“, umgerechnet rund 2,06 Meter
Seit Ende Oktober verkauft das Start-up SOLLOS, in dem Barron Trump als Direktor eingetragen ist, seinen Yerba-Mate-Drink in allen Filialen der Saftbar-Kette Celis im Palm Beach County. Mitgründer Stephen Hall, 21, machte das Anfang November auf LinkedIn bekannt. Fast zeitgleich ging die neue Website online. Hall kündigte außerdem eine neue Rezeptur an, für die das Team in sechs Monaten mehr als 100 Versuche gemacht habe. Auf der Website stellt SOLLOS zwei neue Sorten in Aussicht.
Barron selbst taucht weder in Halls Beiträgen noch auf der Website auf. Im Firmenregister des Bundesstaats Florida steht er als einer von fünf Direktoren der SOLLOS Yerba Mate, Inc. Vorsitzender ist Spencer Bernstein, Vizepräsident ist Hall. Beide waren mit ihm auf der Oxbridge Academy in West Palm Beach. Öffentlich hat sich der Präsidentensohn zu dem Unternehmen bislang nicht geäußert. Eine Quelle aus dem Umfeld der Familie sagte dem US-Magazin People im März, er sei über Kontakte seines Vaters dazugekommen.
Wie das Start-up entstanden ist
Bernstein machte im Januar auf LinkedIn öffentlich, dass er sein letztes Semester an der Villanova University verschiebt. Er arbeite da schon seit acht Monaten an SOLLOS, gemeinsam mit Hall „und ein paar engen Freunden“.
Als Sitz des Unternehmens ist eine Villa in Palm Beach angegeben, wenige Minuten von Trumps Club Mar-a-Lago entfernt. Sie gehört Bernsteins Großvater Jay Weitzman, einem langjährigen Freund Donald Trumps, der für dessen Wahlkämpfe gespendet hat. Sein Enkel wohne bei ihm, deshalb sei SOLLOS dort gemeldet, sagte Weitzman dem US-Magazin Newsweek. Ein Sprecher von SOLLOS erklärte, Weitzman habe mit dem Geschäft nichts zu tun. Norm Eisen, einst Ethikberater von Barack Obama, sagte Newsweek im Februar, das Start-up eröffne einen weiteren Weg, über die Geschäfte der Familie Einfluss auf den Präsidenten zu nehmen.
Im Juni kam der erste Drink in den Handel. Zwölf Dosen kosten 39 Dollar, gut drei Dollar pro Dose. Dafür erntete die Marke in sozialen Netzwerken Spott. Mehrere US-Medien griffen das auf.
SOLLOS auf einen Blick
| Stichwort | Angaben |
|---|---|
| Gründung | 3. Dezember 2025 in Delaware, zunächst unter dem Namen „Soulstice, Inc.“ |
| Eintrag in Florida | 12. Januar 2026 |
| Startkapital | eine Million Dollar aus einer Privatplatzierung, laut Fox Business |
| Sorte | Ananas und Kokos, rund 120 Milligramm Koffein pro Dose |
Warum der Trump-Sohn kaum noch rausgeht
Die Daily Mail sah im August in seinem Rückzug eine Reaktion auf die Gewalt im Umfeld seines Vaters. Donald Trump wurde im Juli 2024 in Butler, Pennsylvania, bei einem Attentat angeschossen. Im September desselben Jahres lauerte ihm ein Bewaffneter an seinem Golfplatz in West Palm Beach auf. Im April 2026 griff ein Schütze das Dinner der Korrespondenten des Weißen Hauses in Washington an.
Im September 2025 wurde Charlie Kirk erschossen. Barron war mit dem konservativen Aktivisten befreundet. Ein erstes Mittagessen mit Kirk hatte er Jahre zuvor über seinen Vater arrangieren lassen. Laut dem Buch „Regime Change“ der Journalisten Maggie Haberman und Jonathan Swan überbrachte Barron seinem Vater die Todesnachricht: „Das passiert, wenn man da rausgeht.“ Donald Trump antwortete: „Beruhig dich, Schatz, beruhig dich.“
Öffentlich zu sehen war Barron in diesem Jahr bei der Rede seines Vaters zur Lage der Nation im Februar, beim UFC-Abend im Garten des Weißen Hauses im Juni und zuletzt am 19. Juli beim WM-Finale in New Jersey. Dort saß er mit seinen Eltern und Fifa-Präsident Gianni Infantino in der Loge. Bei beiden Sportereignissen galten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Laut einer Quelle der Daily Mail war das ein Grund, warum er hinging.
Im August zeigte das iranische Staatsfernsehen ein Video mit dem Titel „Where to Kill Barron Trump“, auf Deutsch etwa: Wo man Barron Trump töten kann. Der Sprecher behauptet darin, man beobachte ihn, und spricht von zehn Millionen Dollar Kopfgeld. Das US-Magazin Time konnte die Angaben nicht überprüfen. Seit die USA und Israel Ende Februar den Iran angegriffen haben, haben Drohungen aus Teheran gegen die Präsidentenfamilie zugenommen, schreibt Time. Der Secret Service bestätigte, das Video zu kennen.
Wenige Tage später sagte eine Person aus Trumps Umfeld der New York Post über Barron: „Er geht nicht raus.“ Eine zweite nannte ihn „ziemlich zurückgezogen“. Den Sommer verbrachte er laut der Zeitung größtenteils mit seiner Mutter im Golfclub der Familie in Bedminster, New Jersey. Das Büro von Melania Trump bat die Medien daraufhin, wegen der jüngsten Drohungen keine Details aus seinem Privatleben zu berichten.
Auftritt im Trailer zur Melania-Serie
Am 6. November veröffentlichte Prime Video den Trailer zur zweiteiligen Doku-Serie über die First Lady. Zu Bildern ihres Sohnes sagt Melania Trump darin: „Er ist meine Priorität. Er wird immer meine Priorität sein.“ Im September hatte sie bei Fox News angekündigt, in der Serie auch private Fragen zu beantworten, „die man so noch nie gehört hat“. Die zwei Folgen laufen ab dem 20. November.

