Lidija Grossmann ist die Ehefrau des Schauspielers Stephan Grossmann, den viele aus der ARD-Serie Weissensee kennen. Laut IMDb sind die beiden seit 2015 verheiratet. Öffentlich aufgetreten ist sie seither bei Premieren und Wohltätigkeitsgalas an seiner Seite, elf Mal, jedes Mal mit Foto, Datum und Ort in den Archiven internationaler Bildagenturen.
Was in diesen Bildunterschriften fehlt, ist praktisch immer dasselbe: ein Zitat von ihr selbst. Diese Lücke füllen seit einiger Zeit mehrere Webseiten mit Details zu ihrem Beruf, ihrer Herkunft und ihrem Charakter, für die sich keine Quelle finden lässt. Was tatsächlich bekannt ist, lässt sich dagegen ziemlich genau eingrenzen.
Auf einen Blick:
| Angabe | Fakt |
|---|---|
| Ehemann | Stephan Grossmann, Schauspieler |
| Verheiratet seit | 2015 |
| Kennengelernt | Ende 2014, Nischni Nowgorod |
| Hochzeitsort | Stralsund |
| Wohnort | Bezirk Pankow, Berlin |
| Beruf | Ärztin (Fachrichtung nicht belegt) |
| Erster dokumentierter Auftritt | Rosenball Berlin, 30. April 2016 |
Inhaltsverzeichnis
Kennengelernt in Nischni Nowgorod
Nach einem damaligen Bericht der Boulevardzeitung B.Z. lernten sich Stephan und Lidija Grossmann Ende 2014 kennen, und zwar wenig glamourös: Er brauchte in Nischni Nowgorod, der fünftgrößten Stadt Russlands, einen Zahnarzttermin. Behandelt wurde er von einer Ärztin, deren Freundin beim Übersetzen half, weil beide keine gemeinsame Sprache sprachen. Diese Freundin hieß Lidija. Ein Jahr später, im Herbst 2015, heirateten die beiden in Stralsund. Mittlerweile lebt das Paar im Berliner Bezirk Pankow.
Elf Auftritte zwischen 2016 und 2023
Die Archive der Bildagenturen zeigen genau, wann und wo Lidija Grossmann öffentlich zu sehen war:
- 30. April 2016: Rosenball, Berlin
- 6. Oktober 2016: Tribute to Bambi, Berlin
- 11. Januar 2018: Premiere von Frau Luna, Tipi am Kanzleramt, Berlin
- 1. Februar 2018: Premiere von Boybands Forever, Theater am Potsdamer Platz
- 4. März 2018: Premiere von Die Niere, Berlin
- 5. Mai 2018: Rosenball-Wohltätigkeitsgala, Hotel Intercontinental, Berlin
- 1. Dezember 2018: Deutschlandpremiere von Schwanensee, Berlin
- 5. September 2019: Eröffnungsgala der IFA, Berlin
- 10. Juni 2022: Fashion2Night, MS Europa 2, Hamburg
- 7. Oktober 2022: Goldene Henne, Leipzig
- 22. Dezember 2023: Premiere des 19. Weihnachtscircus, Tempodrom, Berlin
Zwischen 2019 und 2022 klafft eine Lücke, die sich zumindest teilweise mit der Corona-Pandemie erklären lässt: In dieser Zeit fielen die meisten Premieren und Galas dieser Art aus.
Stephan Grossmann: Vom Volkspolizisten zum Kommissar
Der 1971 in Dresden geborene Schauspieler wuchs im nahegelegenen Moritzburg auf und studierte an der Filmuniversität Babelsberg. Seinen größten Erfolg feierte er mit der Rolle des Volkspolizisten Peter Görlitz in Weissensee, das von 2010 bis 2018 lief. Die Serie brachte ihm gemeinsam mit dem Ensemble den Deutschen Schauspielerpreis und eine Nominierung für den Grimme-Preis ein. Vorher spielte er den jungen Helmut Kohl in der Fernsehbiografie Der Mann aus der Pfalz. Sein Film Amour Fou feierte 2014 in Cannes Premiere. Am Theater arbeitete er über Jahre eng mit Regisseur Jürgen Gosch zusammen, unter anderem an Inszenierungen von Maxim Gorki und Shakespeare. Seit 2018 spielt er den Kommissar Grimm in der ARD-Reihe Wolfsland und ist außerdem Mitglied der Deutschen Filmakademie.
Ihr Beruf: Ärztin, die Fachrichtung bleibt offen
Mehrere Webseiten bezeichnen Lidija Grossmann als Fachärztin für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde. Eine Quelle für diese konkrete Spezialisierung gibt es nicht, weder in Zeitungsarchiven noch in Ärzteverzeichnissen. Belegt ist lediglich die allgemeine Angabe der deutschen Wikipedia, wonach Stephan Grossmann mit einer Ärztin verheiratet ist. Zu ihrem genauen Alter, ihrem Geburtsort oder ihrem Geburtsnamen gibt es ebenfalls keine bestätigten Angaben.
Zwischen Bildagentur und Gerücht
Fotografisch lässt sich vieles belegen, inhaltlich kaum etwas von dem, was online über sie kursiert. Bildagenturen wie Getty Images liefern zu jedem Termin ein Datum, einen Ort und einen Namen, nicht mehr. Die Behauptungen drumherum werden mit jeder Wiederholung fester, obwohl sich an den Quellen seit Jahren nichts geändert hat.

